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1 (1857)
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lichkeit, die Stellung auf den Höhen bei Jülich zu beziehen. In der Relation überdieses Gefecht wurde Lattermann als derjenige bezeichnet, welcher zu dem rühm-lichen Ausgange desselben am Meisten beigetragen hatte. Im Feldzüge 1795 standLattermann bei der Obcrrhcin-Armeo, fand aber erst am 13. Dcccmbcr, bei demAngriffe auf die bei Kaiserslautern stehenden Franzosen, Gelegenheit, seineTapferkeit neuerdings zu bewähren. Im folgenden Jahre befehligte er eine Brigadeund kam unter den Befehl des Feldmarschall-Lieutenants Baron Ilotze, welchermit seinem Corps den Rückzug der Armee in das Lager von Wahingen deckte, so-dann aber nach Esslingen beordert wurde. In dem am 21. Juli stattgehabten Treffenvertheidigtc Oberst Lattermann die Höhen von Esslingen und den Ruiter-Wald durch mehrere Stunden gegen die wiederholten Angriffe der Franzosen; seineTruppen verliessen erst dann den Wald, als sie einen sehr beträchtlichen Verlusterlitten hatten und auch Lattermann, durch einen Schuss in die linke Brustschwer verwundet, vom Kampfplätze getragen werden musste. Von dieser Wundenoch nicht gänzlich hergestellt, übernahm er am 24. August das Commando seinesRegiments, welchesbei Latours Corps in Landshut stand, und bethätigte neuerdingsseinen Muth und seine Einsicht in den Gefechten bei Geisenfeid und Langen-brück am 1. September, wo er die Ilm-Brücke, Geisenfeid, Langenbrück und dieSt. Castcr-IIöhe erstürmte, ferner in dem Treffen bei Biberach, in welchem ersich bei dem siegreichen linken Flügel befand, endlich in derSchlacht bei Emmen-dingen am 19. und 20. October, wo er durch einen mit 2 Compagnien seinesRegiments unternommenen kühnen Sturm, nachdem früher schon vier Angriffeerfolglos waren, den Übergang über den Glotterbach forcirte, den dahinter liegendenWald eroberte und zu dem siegreichen Erfolge des Tages wesentlich beitrug.Lattermann 'wurde dann zu der Belagerung des Brückenkopfes von Kehl beor-dert, bei welcher er am 11. November die nächst dem Posthauso von Kehl gelege-nen drei Fleschen erstürmte; nachdem er sie drei Mal verloren und eben so oftwieder genommen hatte, musste er dem von den Franzosen unternommenen heftigenAngriffe weichen, bei welchem sie zwar zurückgeschlagen wurden, jedoch imBesitze des Posthauses und der Fleschen blieben.

Im April 1797 wurde Lattermann General-Major und erhielt eine Brigadebei der Armee in Italien, wo er sich bei dem erneuerten Kampfe im Jahre 1799am 26. März in dem Treffen bei Legnago, am 30. März in jenem bei Barona,dann am 5. April in den Gefechten bei Verona hervorthat, da er namentlich inletzterem durch einen herzhaften Angriff die von der feindlichen Übermacht beinaheerdrückte Division Mercandin aus ihrer misslichen Lage rettete und im Vereinemit General Mitrovsky durch die Erstürmung von San Giovanni und Valese denSieg entschied. Hiefür wurde Lattermann mit dem Ritterkreuze belohnt. Nachder Besetzung von Mailand leitete Lattermann die Blockade des Castells, welchessich am 24. Mai ergab. Von hier zur Belagerung von Mantua beordert, wurde er