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Spitze der weichenden Truppen stellte und sie mit neuem Muth belebte. Vier Gre-nadier-Bataillone, darunter jenes des Oberst-Lieutenants Ulm, und 6 Schwadronenerhielten Befehl, die Höhe nordwärts Altstätten zu stürmen, welche alle übrigenbeherrschte, woselbst sich der linke Flügel der Franzosen aufgestellt und dort eineBatterie aufgeführt hatte. Die Grenadiere und 4 Schwadronen Karaiczay-Clievaux-legers, von sächsischer Cavallerie unterstützt, greifen die Höhe und den Wald dabeian; der erste Beiterangriff misslingt, aber der zweite wird mit der Vertreibung desFeindes und Eroberung von 3 Kanonen gekrönt. Rasch dringen jetzt die Grenadiereauf die eroberten Anhöhen; der Feind setzt sich im Walde wieder; aber Ulm mitseinen Grenadieren folgt ihm frisch ins Gehölz, wirft ihn aus demselben und erbeutet1 Haubitze und 1 Fahne. Bei Ukerad stand Ulm mit den Grenadier-BataillonenSplenyi, Hohenlohe und Stuart auf den Anhöhen hinter Kircheip in der Mitteunserer Stellung. Es galt, diese Anhöhen zu behaupten, sollte der Sieg entschiedenwerden. Der französische General Kleber führte ein Grenadier- und 3 Batailloneder 83. Halbbrigade zum Sturm; die 96. Halbbrigade unterstützte den Angriff,gleichzeitig drangen zwei Seitencolonnen vor. Unter dem heftigsten Feuer derGeschütze erstiegen die Franzosen die Höhen; da traten die Grenadiere — Ulmvoran — dem Feinde nach zwei Dechargen mit dem Bajonet entgegen und stürztenihn nach dem heftigsten Handgemenge die Höhen hinab; worauf die Cavallerie denfliehenden Franzosen nachsetzte.
Ulm kam als wirklicher Oberst in das 35.Infanterie-Regiment Wenkheim;der Feldzug des Jahres 1799 gab ihm neue Gelegenheit zur Auszeichnung. BeiStockach (25. März) war der Kampf an der Duttlinger Strasse hartnäckig unddurch mehrere Stunden ohne Entscheidung geführt. Der Erfolg neigte sich zu denfeindlichen Fahnen. In diesem bedenklichen Momente liess der Erzherzog Karlden Obersten Ulm mit 2 Bataillonen Wenkheim in ganzer Front mit klingendemSpiele vorrücken; andere Truppen eilten zur Unterstützung herbei. Bald war derSieg entschieden — und Ulm erntete wegen guter Anführung seines Regimentsdes Commandirenden Lob. Im Gefechte bei Pfungen (am 28. Mai) führte Ulm das-selbe Regiment mit Ruhm an; vertheidigte mit 2 Bataillonen den Wald bei diesemOrte gegen die wiederholten feindlichen Angriffe auf das Kräftigste und behauptetesich standhaft. Noch im nämlichen Jahre erhielt Ulm das Generals-Diplom, undnahm als Brigadier an allen Vorfällen Theil, welche unserer Armee in diesem unddem Jahre 1800 in Italien trafen. Später zum Brigadier in Mähren ernannt, com-mandirte Ulm im Feldzuge 1805 die Reserve des Centrums bei der Armee inDeutschland und rückte im Jahre 1807 zum Feldmarschall-Lieutenant vor. Ertrat im Juli 1813 in den Ruhestand und starb zu Wien am 24. November 1827.
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