liehen und Kunstschätze vernichtet wurden, und sein an Sohnesstatt angenommenerTochtermann an seinen bei Osterach empfangenen Wunden starb. Eine Freude, dieFeier des 50jährigen Festes als Tlieresien-Ordens-Ritter, 23. Jänner 1810, wardihm noch in diesen Tagen der Prüfung bescliieden. Beaul i eu verschied, 94 Jahre• alt, am 22. December 1819 zu Linz.
ALVINTZY de Borberek, J o s e p h Freiherr von, Feldmarsch all, geheimerRath, Kämmerer, commandirender .General in Ungarn, Inhaber des 19. Infanterie-Regiments, ausgezeichnet als Ileld im siebenjährigen Kriege, gegen die Türken undFranzosen, geachtet im Cabinete, von seinem Kaiser geehrt, geliebt vom Volke,ein Freund der Wissenschaften, kam im Jahre 1735 zu Alvintz in Siebenbürgen zurWelt, verlebte seine Knabenjahre bei dem General Grafen Franz Gyulay, tratim 15. Jahre als Fähnrich in dessen Regiment und wurde schon 1753 Hauptmann.
Im siebenjährigen Kriege zeichnete sich Alvintzy vor Torgau als Grenadier-Ilauptmann, bei der Einnahme von Schweidnitz und in der Affaire bei Teplitzaus, wo er mit entblösstem Degen in den Feind drang. Das Friedensjahr 1763 sahihn als zweiten Major, und er arbeitete nun eifrig an der Verbreitung des durchLacy entworfenen neuen Exercir-Reglements für die österreichische Armee.
Im Jahre 1771 zum Oberst-Lieutenant, bald darnach zum Obersten des19. Infanterie-Regiments befördert, fand er im bayerischen Erbfolgekriege Gele-genheit, seine Tapferkeit aufs Neue zu zeigen. Bei der Einnahme von Ilabel-schwert am 18. Jänner 1779 forcirte er an der Spitze seines Bataillons mit demBajonet das böhmische Thor, nahm den Commandanten Prinz von Hessen- .Philippsthal mit 2 Stabsoffizieren und 136 Mann gefangen und eroberte eineKanone. Kaiser Joseph ernannte ihn zum General-Major, verlieh ihm das Ritter-kreuz und wählte ihn zum Lehrer in der Taktik seines Neffen, des nachmaligenKaiser Franzi. Wegen seiner redlichen Bemühungen auf diesem wichtigen Postenerhielt er 1786 das 26. Infanterie-Regiment, das er jedoch bald mit dem 19. vertauschte.
Als der Kaiser in der Folge das Lager bei Pestli besuchte, dankte er domBataillon, welches Alvintzy bei Habelschwert commandirt hatte, persönlich,beschenkte die Mannschaft mit 300 Ducaten und zog die Officiere an seine Tafel.
In dem bald darauf ausgebrochenen Türkenkriege kämpfte Alvintzy mitAuszeichnung unter Loudon, vermochte jedoch die ihm übertragene StimmungBelgrads wegen Ungunst der Elemente nicht auszuführen. 1789 wurde er Fold-marschall-Lieutenant und führte 1790 das zur Pacification Belgiens bestimmte Heerin diese Provinz. Im folgenden Jahre, da er nach Lüttich beordert war, hemmteein Sturz vom Pferde seine Thätigkeit, und er musste das Commando dem Feld-marschall-Lieutenant Keulil (s. d.) übertragen.
Der französische Revolutionskrieg rief ihn wieder unter die Waffen. In denFeldzügen 1792 und 1793 führte Alvintzy eine Division, und that sich bei