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1 (1857)
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Schrecken, dass die französische Armee eiligst die Lys und alles eroberte Landverliess und hinter ihre Grenzen zurückeilte.

Im Februar 1794 übernahm Beaulieu das Commando über das im Luxem-burgischen stehende Corps von 8000 Mann. Am 16. April griff Jourdan mit30,000 Mann dasselbe an, und drückte es nach dem heldenmüthigsten Widerstandezurück. Beaulieu zog sich ins Lager bei Mersch hinter Luxemburg, und decktedie Verbindung der Rhein- und der niederländischen Armee. Jourdan blieb beiArlon in den Lagern bei Clerfontaine, Bonnet, Attert etc. Am 30. April griffBeaulieu mit seinen wenigen Truppen diese feindliche Übermacht in 3 Colonnenan, schlug sie auf allen Puncten, und jagte sie mit einem Verluste von 900 Manngegen Buvange, Messancy und Clemency rechts bis in die Waldungen von Catillon.Im Mai machte Beaulieu mit 10 Bataillonen und 14 Schwadronen seinen glänzendenStreifzug nach Bouillon, und schlug alle Feinde, die er bei Pallipeul, Cursoz undin der Bouillon selbst antraf. Die Franzosen verloren über 1500 Mann, 4 Kanonen,mehrere Munitionskarren und viele Bagage; Beaulieu nur 50 Mann. In derSchlacht bei Fleurus (16. Juni) commandirte Beaulieu die erste Colonne, welchenicht nur durch die Eroberung der Höhen von Chapellc-Saintc-Barbo und desDorfes Fleurus das Gefecht glänzend begann, sondern auch, als die Schlacht sichfür die Franzosen zu entscheiden schien, durch die ausgezeichnetste Tapferkeit dasGefecht wieder herstellte und zum vollkommenen Siege vorzüglich beitrug. Inder zweiten Schlacht von Fleurus (26. Juni) befehligte Beaulieu die 5. Colonne,begann den Angriff Morgens um 3 Uhr und eroberte Baulet, Wandersee und Lam-busart. Als Prinz Coburg den Rückzug antrat, stellte sich Beaulieu bei Grand-Mesnil auf, und schlug am 6. Juli einen feindlichen Angriff mit grossem Erfolgezurück. Neue Belohnungen folgten seinen vielen Verdiensten; Beaulieu hatteschon 1792 die Inhaberstelle des 31. Linien-Infanterie-Regiments erhalten, die er1794 mit jener des 58. vertauschte und wurde wegen des Sieges von Quievrainmit dem Grosskreuze ausgezeichnet.

Im Feldzuge 1795 stand Beaulieu einige Zeit als General-Quartiermeisteran der Seite des Feldzeugmeisters Clerfay t bei der Rhein-Armee, avancirte imfolgenden Jahre zum Feldzeugmeister, und übernahm am 17. März das Obercom-mando der Armee in Italien. Als einundsiebzigjähriger Greis sollte er sich in einemihm gänzlich unbekannten Lande, mit beschränkten Streitmitteln, mit unverläss-lichen Bundesgenossen auf denFlanken, gegen einen jugendlichen Fcldherrn messen,d,er sich als das erste strategische Genie seiner Zeit bewährte. Der Erfolg warvorauszusehen; er wurde bald zum Rückzuge nach Tirol genöthigt, und legte wegenseiner durch denFeldzug angegriffenen Gesundheit am 21. J uni den Oberbefehl nieder.

Beaulieu brachte den Rest seiner Tage auf seinem Landsitze bei Linz inphilosophischer Ruhe zu, erlebte noch den Kummer, dass sein Landsitz Jodoignedurch die Brabanter Insurgenten verheert, seine dortigen werthvollen Wissenschaft-