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Der Türkenkrieg traf ihn als Oberst und Commandant des 18. Infanterie-Regiments Brinken, ■worauf er zur Armee nach den Niederlanden gezogenwurde. Hier fand Salis Gelegenheit, durch die heldenmüthige Yertheidigung vonYpern sich das Ritterkreuz zu erwerben. Nach dem Entsätze von Dün-kirchen suchten die Franzosen in Flandern einzufallen. Ypern war der wich-tigste Deckungspunct dieses Landes, und Oberst Salis mit einem Bataillon desRegiments, 700 Hannoveranern und 25 Husaren angewiesen, diesen in der Eile mög-lichst befestigten Punct zu decken. Die Hannoveraner waren durch den Mangel ankalibermässiger Munition undienstbar, dagegen der Platz mit 24 Kanonen armirt.Am 8. September 1793 griffen die Franzosen mit 10,000 Mann in zwei Colonnenvon Bailleul und Poperingen her, Ypern an ; aber mit beispiellosem Muthe schlugOberst Salis diesen und den folgenden Tag über alle Angriffe ab. Am 9. Nach-mittags beschoss der Feind überdies noch die Stadt aus drei Batterien mit Gra-naten und Kugeln. Doch nichts konnte den Muth des braven Bataillons und ihresheldenmüthigen Commandanten erschüttern, und der Feind musste in der Nachtbeschämt nach Bailleul abziehen.
Salis hatte in den weiteren Kriegen gegen Frankreich noch erspriesslicheDienste geleistet; er starb als Feldmarschall-Lieutenant und Divisionär zu Wienam 5. October 1799 im 61. Lebensjahre.
Ein und dreissigste Promotion (vom 20. October 1793).Allerhöchste Verleihung ausser Capitel.
GROSSKREUZ.
FERRARIS, Joseph Johann Graf, Feldmarschall, geheimer Rath, Inhaber des14. Infanterie-Regiments, Vice-Präsidcnt des Hofkriegsrathes, war zu Luneville am20. April 1726 geboren. Er erhielt seine erste Bildung an dem k. k. Hofe zu Wien,da er im 9.Lebensjahre als Edelknabe hei der verwitweten Kaiserinn Amalie, dernachgelassenen Gemahlinn Kaiser Joseph’s I. angestellt war. Fünfzehn Jahre alt,trat Ferraris als Fähnrich bei dem Infanterie-Regimente Graf Griinne Nr. 26in Kriegsdienste.
Inder SchlachtbeiCzaslau(17.Mai 1742) wurdeFerraris von einer Flinten-kugel, die ihm durch den Leib ging, so schwer verwundet, dass er, für todt gehalten,auf dem Schlachtfelde liegen blieb, und nur durch einen glücklichen Zufall gerettetwurde. In demselben Jahre zum wirklichen Hauptmann befördert, war er inder Zwischenzeit bis zur Epoche des siebenjährigen Krieges zum Oberst-Lieutenantvorgerückt und zu Anfang des Jahres 1758 zu dem Prinz Karl von Lothringen-