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clurst; zweitens hat er, bei cinemsonsttreffendenUrtheil, doeb in derllauptsaclic einegrundfalsclioAnsiclit der Strategie; er nimmt das Mittel für den Zwock, und den Zweckfür das Mittel. Die Vernichtung der feindlichen Stroitkraft, für die im Kriege Allesgeschehen soll, existirtin seiner Vorstellungsreihe als ein eigentliümlicher Gegenstandgar nicht; sie besteht für ihn nur so weit, als sie auch Mittel ist, um den Feind vondiesem oder jonem Puncto zu vertreiben; dagegen sieht er allen Erfolg einzig undallein in der Gewinnung gewisser Linien und Gegenden, die doch nie etwas anderessein kann, als ein Mittel zum Siege, d. i. zur Vernichtung der feindlichen physischenund moralischen Kraft.“ (Clausewitz’s hintei'lassene Werke, 5. Band, Feldzügevon 1799, I. Theil, Seite 153.) Es mag dem Schreiber dieses Urtheils nicht schwergeworden sein, Fehleraufzudecken, auf die der Erzherzog zum Tlieilo selbst inseinem erwähnten Werke hinweiset. Es mag ihm wenig Mühe gekostet haben, ausden sichtbaren Folgen dieserFehler das Bessere herauszuklügeln und seinemDogmaanzupassen, — aber, um mit Suworow zu sprechen, weder das Geschwätz desD emosthenes, noch die Lehren der Akademiker schlagen denFeind, und dass esdem Erzherzog nicht eben so leicht war, diese Felder zu vermeiden, darüber gibtdie Kenntniss seiner Stellung volle Gewissheit. Wenn gleich selbstständig, war erdoch in seinen Entschlüssen durch Cabinet und Hofkriegsrath gebunden, und dieSiege, die er über sich selbst errang, um den oft unzweckmässigen, meist verspä-teten Befehlen Folge zu leisten, die er von jenen Stellen erhielt, sind nicht geringerzu achten als die Siege von Wetzlar, Amberg, Osterach, Stockach, Würzburg,Emmendingen, Schliengen, Caldiero und Aspern. Er selbst deutet mit folgendenWorten auf diese Opfer hin: „Ein Feldherr, der unzweckmässige Weisungen überOperationen erhält, deren Ausführung, unabhängig von jeder fremden Theilnahmeund ausschliesslich von einem grossen zusammenhängenden Entwurf ihm alleinobliegt, ist nicht nur berechtigt, sondern auch verbunden, den Zweck nach seinerbessern Einsicht und Überzeugung zu verfolgen. Sind aber solche Anordnungendurch politische, ihm unbekannteBeweggründe veranlasst, beruht ihre Ausführungauf mehreren Generalen und Armeen, dann wird ihm blinder Gehorsam zum Gesetz,weil es weniger schädlich ist, dass das ganze Triebwerk nach einem fehlerhaftenPlane fortgeht, als dass jede einzelne Feder sich mit einer eigenen abgesondertenSchnellkraft bewegt. Das Opfer desjenigen, der in einer solchen Lageseine bessere Überzeugung mit dem Gefühle aufgibt, auch seinenRuhm auf’s Spiel zu setzen, ist eines der grössten unter den vielen,welche der Feldherr dem öffentlichen Wohl zu bringen verbundenist.“ (Geschichte des Feldzuges von 1799, II. Theil, Seite 90.)
Österreich zögerte lange, einem seiner würdigsten Söhne, einem seiner grösstenFeldherrn, dem Retter des Vaterlandes ein Denkmal zu setzen; erst Kaiser FranzJoseph ehrt den Helden durch die Aufstellung eines dauernden Monumentes!