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1 (1857)
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zur Wiederherstellung der königlichen Macht zu den Österreichern über; seinIieer löste sich beinahe auf. Die Verbündeten erstürmten das verschanzte Lagerbei Famars, eroberten Conde, Valenciennes, le Quesnoy und das Ciisar-Lager,und kämpften meist siegreich bei Raismes, St. Amand, Maubeuge, Wattignies,Marchiennes und anderen Orten. Obschon mit keinem Truppen-Commando betraut,war Erzherzog Karl doch bei allen diesen Ereignissen gegenwärtig, und eifertedie Truppen durch sein Beispiel zur Tapferkeit und Ausdauer im Kampfe an,während er sich zugleich durch seine unermüdete Sorge für die Verwundeten dieHerzen der Soldaten gewann. Die winterliche Ruhe, welche beide Tlieile zur Ver-stärkung ihrer Kräfte benützten, wurde mit Beginn des Jahres 1794 durch häufigeVorpostengefechte gestört. Kaiser Franz musterte am 16. April das österreichischeHeer zwischen Montay und Forest. Landrccy wurde eingeschlossen, der Entsatzdurch die Schlacht bei Cateau vereitelt, es fiel am 30. April. Indessen währte dieSiegeshoffnung der Verbündeten nicht lange. Sie hatten sich durch die nicht zurechtfertigende Belagerung von Dünkirchen und den Abzug der 8000 Preussenunter dem Generalen Knobelsdorf so sehr geschwächt, dass sie von der Über-macht ihrer Gegner auf irgend einem Puncte durchbrochen werden mussten. DieEreignisse bei Courtray, Tournay, vorzüglich aber jene an der Sambre-Linie, dievon den Österreichern nach der abgebrochenen Schlacht bei Fleurus verlassenwurde, gaben Belgien dem Feinde preis. Der Erzherzog hatte in allen diesenKämpfen mitgefockten. Er wurde vom Kaiser auf dem Schlachtfelde von Landrecyzum Feldzeugmeister ernannt, erklärte sich leider ohne Erfolg gegen den Rückzugnach der Schlacht bei Fleurus, und wurde nach diesem unglücklichen Tage zurArmee des Oberrheins abberufen.

Währenddes Jahres 1795 pflegte Erzherzog Karl seine geschwächte Gesund-heit zu Wien, und benützte die Vorträge des seiner Kenntnisse und Eigentliümlich-keiten wegen bekannten Generals Lindenau zur vollkommenen Ausbildung indenKriegsw r issenschaften. Der siegreiche Feldherr am Rhein, Feldmarschall Cler-fayt, den Intriguen seiner Gegner weichend, nahm am 10. Februar 1796 dieEntlassung. Erzherzog Karl trat mit der Würde eines Reichs-General-Feldmar-schalls an seine Stelle. Die österreichischen Streitkräfte wutren in die Ober- undKiederrhein-Armee getheilt. Erstere stand anfänglich unter denBefehlen des Feld-marschalls Wurms er, letztere unter dem Erzherzog. Als aberWurmser inFolgeder unglücklichen Ereignisse in Italien Anfangs Juni mit 25,000 Mann dahin abbe-rufen wurde, übernahm der Erzherzog auch das Obercommando der Oberrhein-Armee. Am 21. Mai wurde der Waffenstillstand für die Rh ein-Armeen aufgekündigt.Die österreichischen Heere standen von Ilüningen bis Mannheim und bei Kaisers-lautern (Oberrhein-Armee 86,000Mann), dann hinter der Nahe und Alsenz (Nieder-rhein-Armee 75,000 Mann), und an der Sieg und Lahn (Prinz Württem-berg, später Feldzeugmeister Wartensleben, mit 25,000 Mann). Mainz,