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1 (1857)
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von Pellingen dreimal durchschnitten war, durch geschickte Manoeuvres und festeHaltung die Absichten des ihm an Truppen sehr überlegenen französischen GeneralsBournonvillc im November und December 1792 zu vereiteln, und ihn mitbeträchtlichem Verluste zurückzudrängen, wodurch der niederrheinische Kreisgerettet wurde. Kaiser Pr anz war über Holienlohes kluge Massregcln so erfreut,dass er ihm das Grosskreuz zusandte.

Im März 1793 rückte der Fürst gegen das Limburgsche vor, und befand sichmit seinem Corps bei der ersten Colonne, welche der Herzog von York im Vereinemit dem Fürsten zur Schlacht bei Famars anführte. In dem Berichte über dieselbewurde beiden ein grosser Antheil an dem Siege zugestanden. Die letzten Monate von1793 bis Mai 1794 bekleidete Hohenlohe die Stelle des General-Quartiermeistersbeider Armee des Prinzen Coburg, und zeichnete sich insbesondere beiAvesnes1 e S e c aus; im rechten Momente ordnete er den Angriff an, durch welchen dieFranzosen total geschlagen wurden. In der Folge ging er mit einem Corps vonder Armee des Herzogs von Sachsen-Teschen über den Rhein, vertrieb den Feindaus mehreren verschanzten Dörfern, und bemächtigte sich am 17. September 1794der Stadt Speyer. Seine Gesundheit nöthigte ihn jedoch, den Kriegsschauplatz zuverlassen und sich nach Prag zu begeben. Als er sich nach einiger Zeit wiedererholt hatte, übertrug ihm Kaiser Franz das Commando über eine eigeneArmee; ehe er jedoch dem schmeichelhaften Rufe folgen konnte, raffte ihn einhitziges Fieber zu Prag am 10. August 1796 plötzlich dahin.

Als Feldherr zeichnete ihn bei einem biederen und offenen Charakter beson-ders unstörbare Fassung, ein ungewöhnlich scharfes Augenmass und eine grosseFertigkeit im Manoeuvriren aus; seine Dispositionen überliess er nie dem Zufalle.

Sechs und zwanzigste Promotion (vom i. April 1793).Allerhöchste Verleihung ausser Capitel.

GKOSSKREUZ.

KARL (L u d wi g J o h a n n Joseph Lau ren z),kaiserlicherPrinz undErzherzogvon Österreich, königlicher Prinz von Ungarn und Böhmen, Gouverneur undGeneral-Capitän des Königreiches Böhmen, Feldmarschall, Inhaber für ewige Zeiten desInfanterie-Regiments Nr. 3 und des Uhlanen-Regiments Nr. 3, wurde am 5. September1771 zu Florenz geboren, und war der dritte Sohn des Kaisers Leopoldll. undMariaLouisens, Infantinn vonSpanien. In der ersten Zeit schwächlich und häufigkränkelnd, zeigte der Prinz nichts von jener natürlichen Munterkeit und Gesprä-chigkeit der Kinderjahre. Er war scheu, verschlossen, und nur der Klang der