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Nach Klenau’s Rückzug hinter die Sturla auf Chiavari (16. August), bliebd’Aspre mit einigen Jäger-Compagnien mehrere Tage auf den Höhen zwischenRapallo und Recco stehen, bis die Übermacht der Feinde ihnnöthigte diese Stellungaufzugehen, und verrichtete mit seinen Jägern den Rest dieses Feldzuges hin-durch den beschwerlichen Vorpostendienst in der Riviera di Genova. Am 14. und15. December nahmen seine Jäger den vorzüglichsten Antheil an den erfolgreichenAngriffen Klenau’s auf die feindlichen Stellungen hei Sori, Monte Corruna undTorriglia. Nach dem abermaligen Rückzuge der österreichischen Truppen bisLavagna hinter Chiavari (16. December), und als hierauf die Haupttruppe Canto-nirungen hinter der Magra hei Varzana bezog, blieb d’Aspre mit seinen Jägernund einem Grenz-Bataillon auf Winter-Vorposten vorwärts Sestri stehen. Hierrückten im März 1800 die französischen Generale d’Armand und Suchet gegenihn vor. D’Aspre, welcher Befehl hatte, sich in kein ernstes Gefecht einzulassen,zog sich anfangs hinter die Sturla zurück; als er aber hörte, dass die Bewaffnetenvon Fontana-Bona den grössten Grausamkeiten der französischen Soldaten aus-gesetzt wären, rückte er sogleich gegen Lavagna vor, und drängte den Feind überdie Sturla wieder zurück. Im April, wo er bei dem stürmischen Angriffe derFranzosen auf die Bocchetta den Gipfel und die rechte Seite des Monte Fascioheldenmüthig vertheidigte, ward er kriegsgefangen. Nach wiedererlangter Freiheitüberfiel er nach dem Waffenstillstände von Marengo mit glücklichem Erfolge diefeindlichen Vorposten zwischen der Cliiesa und dem Mincio, und entriss am 25. und27. November dem Feinde zweimal das von demselben genommene Ceresara.
Im December ward er General-Major und befehligte in den blutigen Kämpfen amMincio (25. und 26. December) eine Brigade, mit welcher er den Brückenkopf unddie Höhen hei Valleggio auf das Hartnäckigste vertheidigte und den Ort selbst, inden der Feind eingedrungen war, zweimal, das erste Mal mit Erfolg, stürmte.
Im Feldzuge 1805 stand d’Aspre in Deutschland, gerieth bei Günzburgin feindliche Gefangenschaft, wurde nach Frankreich abgeführt und erst durch denPressburger Frieden wieder befreit.
Während des Krieges 1809 zum Feldmarschall-Lieutenant befördert, führte erbeiAsperndievonihmhefehligtenKürassiere muthigindas stärkste Feuer, wobei ihmein Pferd unter dem Leibe erschossen wurde. Wagram setzte diesem tapferen Lebenein Ziel. Bei Aderklaa, welches er mit der Grenadier-Reserve stürmte, und wo vorseiner ungestümen Tapferkeit die Feinde mit grossem Verluste zurückweichenmussten, riss ihm eine Kanonenkugel den rechten Arm weg. Seinen Schmerz mannhaftüberwindend, stieg er wieder zu Pferde, mussteaber bald vom Schlachtfelde getragenund, da der Feind vorrückte, nach Nikolsburg geführt werden. Als nach 24 Stundendie Franzosen auch diesem Orte sich näherten, befahl er, obwohl die Arzte seineUnrettbarkeit erklärten, nach Brünn geführt zu werden, hauchte aber, als man ihnin den Wagen heben wollte, seine muthige Seele aus, und wurde in Brünn begraben.
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