wurde er als Major pensionirt, während des Krieges in diesem Jahre hei dem31. Infanterie-Regimcnte verwendet und nach hergestelltem Frieden ■wieder in denRuhestand versetzt. Er starb zu Gratz am 25. October 1824 im 63. Lebensjahre.
D’ASPEE von Hoobreuck, Constantin Ghilain Karl Freiherr, Feld-marschall-Lieutenant, Kämmerer, Inhaber des 18. Infanterie-Regiments, war zu G ent1767 geboren und trat im sechzehnten Lebensjahre bei de Ligne-Infanterie Nr. 30in kaiserliche Dienste. Als Hauptmann zeichnete er sich im BrabanterKriege 1789und 1790 wiederholt aus. Nach Limburg gesendet, um dort ein Aufgebot in Massezu organisiren, erreichte er durch seinen Feuereifer und seine Beredsamkeit denZweck seiner Sendung vollkommen und vertrieb mit den von ihm bewaffnetenLimburgern die Patrioten aus jener treu gebliebenen Provinz, indem er die Auf-ständischen in ihrem Lager bei Ol me unvermuthet angriff, dasselbesprengte, sie inmehreren Gefechten schlug und ihre Absicht die Stadt Herve zu plündern, vereitelte.Die Limburger weihten ihm als ihren Befreier einen Ehrendegen, so wie er auch fürdieses glückliche, weit über den erhaltenen Auftrag durchgeführte Vollbringen dasTh er esienkreuz erhielt. Nun trug er als Major zur Dämpfung der in Lüttichausgebrochenen Unruhen bei. An dem Waffenglücke der Kaiserlichen bei Lille(1790) hatte d’Aspre grossen Antheil. In den Gefechten am 8. und 10. Mai, woClerfayt die Franzosen entscheidend schlug, führte d’Aspre eine Angriffs-Colonne gegen den Hasnoner Wald und erstürmte die Schanzen, durchweiche sichder Feind im Walde vor Vicogne zu decken suchte. Hierauf wurde er zum Oberst-Lieutenant bei dem, 1790 im niederrheinischen Kreise errichteten, 1801 aufgelöstenleichten Infanterie-Regimente Grün-Louclon ernannt, und war 1796 bei der vonLatour befehligten Armee eingetheilt. Diese Truppe vertheidigte im October denHöllenpass im Schwarzwalde standhaft gegen grosse feindliche Übermacht.
D’Aspre wurde zuEnde des Feldzuges verwundet, bald darauf im Jahrel798zum Commandanten des im siebenjährigen Kriege zusammengesetzten, 1801 aufge-lösten, deutschenFreijäger-Corps ernannt. D’Aspre-Jäger geschiehtin den Feldzügen1799 und 1800 in Italien rühmliche Erwähnung, so im März 1799 in den Gefechtenbei Verona, Pastrengo und Legnago, im April bei dem schwierigen Übergange überdie Adda bei Trezzo, rznd in dem darauf gefolgten Treffen bei Gassano. AlsSuworow im Mai eine Abtheilung des östei’reichischen Heeres entsendete, umdie Verbindung der französischen Armee durch Streifparteien in den Apenninen zuunterbrechen, ging d’Aspre mit einigen hundert Jägern undHusaren nach Modenavoraus, stellte seine Posten längs dem Panaro auf, und beobachtete Fort Urbano.Im Juli rückte er mit der Vorhut der Klenau’schen Heeresabtheilung in Florenzein, eilte von da nach Livorno, besetzte Stadt und Hafen, und nahm, indem erschnell einige Schiffe mit seinen Jägern bemannte, einen dort einlaufenden franzö-sischen Corsaren, welcher 180 Mann und 14 Kanonen an Bord hatte, gefangen.