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1 (1857)
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lieutenant in das Artillerie-Füsilier-Bataillon und hatte sich schon bei der Bela-gerung der Festung Schweidnitz mit gutem Erfolge verwenden lassen. Im bayeri-schen Successionskriege setzte Ankenbran d bereits Major die Stadt Olmützin kurzer Zeit in den bestenVertheidigungsstand, und erwarb sich im Kriege gegendie Türken so grosse Verdienste, dass er mit dem Ritterkreuze und 1791 mit derErhebung in den Freiherrnstand belohnt wurde.

Schon bei der Belagerung von Novi im Jahre 1788 zeichnete sich Anken-brand durch Einsicht und Standhaftigkeit aus, da er eine sehr beschwerlicheBresche-Batterie unter dem heftigsten feindlichen Feuer errichtete und diese unaus-gesetzt durch vier Tage selbst dirigirte, bis er, am 16. September verwundet, denKampfplatz verlassen und nach Agram zur Heilung abgehen musste. Er erhieltdas Posto-Commando in Karlstadt und wurde im März 1789 Oberst-Lieutenant.Kaum hergestellt, eilte er wieder zur Armee, um 1790 vor Czettin die Bela-gerungs-Artillerie zu dirigiren. Hier hatte er sich durch unermüdeten Diensteifer,durch Entschlossenheit und Muth und besonders dadurch liervorgethan, dass er diePlacirung aller Batterien in den Laufgräben persönlich und sehr geschickt anordnete,und durch kluge Dispositionen nicht allein alle feindlichen Versuche, ihn zu ver-treiben, vereitelte, sondern auch bewirkte, dass trotz der tapferen Gegenwehr schonam zweiten Tage die feindlichen Geschütze demontirt und dadurch unsere fernerenFortschritte wesentlich befördert wurden. In Folge seiner durch Strapazen undBlessuren geschwächten Gesundheit starb Ankenbrand kurze Zeit nach beendetemTürkenkriege zu Karlstadt am 29. December 1791.

MAETONITZj Andreas Freiherr von, Feldzeugmeister, geheimer Rath, Inhab erdes 52. Infanterie-Regiments, war von bürgerlicher Abkunft und zu Raab 1768geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Ingenieur-Akademie zu Wien, auswelcher er 1784 als Cadet in das Corps trat. Nach der im März 1786 erfolgtenBeförderung zum Unterlieutenant, erhielt er im Türkenkriege die Bestimmung zurArmee nach Croatien. Vor Novi leistete Martonitz die ersten erspriesslichenDienste und wurde ausser der Tour zum Oberlieutenant befördert. Während derBelagerung dieser Festung entwickelte der junge Officier sehr grossen Eifer, Thätig-keit und Geschicklichkeit; auf den gefährlichsten Puncten führte er persönlich dievon ihm angelegten Arbeiten aus, machte die beiden Stürme am 21. September und3. October an der Spitze der Truppe freiwillig mit, und glänzte bei der Erstürmungund Besitznahme der Wasserbastion durch seine Tapferkeit. Ganz vorzügliche Ver-dienste hatte er sich im Jahre 1790 vor Czettin erworben, wo er nach der schonam dritten Tage der Belagerung erfolgten schweren Verwundung des Ingenieur-Majors Cerrini (s. d.) die Leitung der Arbeiten zur Attaque des linken Flügelsübernahm, diese unter den ungünstigsten Verhältnissen unerschrocken ausführte, undzum glücklichen Fortgang der Belagerung wesentlich beitrug, wie er denn auch bei