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Türkenkriege verschafften ihm das Ritterkreuz. Gleich nach Eröffnung desersten Feldzuges (1788) entsendete er am 9. Februar seinen 22jährigen Sohnals Parlamentär mit einem Trompeter an den türkischen Commandanten desSchlosses Dresnik, um ihn zur Übergabe aufzufordern. Der Feind empfing beidemit Schüssen und Peharnik’s Sohn Misste hei dieser Sendung das Lehen ein. Nunliess Peharnik das Schloss durch zwei Tage bombardiren, erzwang die Über-gabe und machte 178 Gefangene. Im März commandirte er den Posten TonackaKosa, begleitete Kaiser Joseph II. bei seiner Durchreise bis nach Dresnik,wobei er des Monarchen Lob, das Regiment aber eine Belohnung in Geld erhielt.Als die Türken im April den Versuch machten Dresnik wieder zu nehmen, trafPeharnik so gute Anstalten, dass sie unverrichteter Sache über die Corona zu-rückgetrieben wurden. Später beobachtete er Czettin und beunruhigte dieTürken bei Rukow'ina. Im September rückte Peharnik mit einem Detachementvor Issaezich; die Türken erschienen vor Bihacz mit grosser Übermacht; aberPeharnik liess eine Carre bilden und vertheidigte sich 2 Stunden mit grosser Ent-schlossenheit. Im folgenden Jahre commandirte er im Jänner 1789 den PostenRakoviza und im Sommer die Grenze von Dresnik bis zum Corona-Flusse. Dieschönste That vollführte Peharnik vor Czettin im Jahre 1790. Mehrere Monatevor Beginn der Belagerung dieses Platzes hatte er aus eigenem Antriebe die feind-lichen Tschardaken um Czettin verbrannt und zerstört, sich der dominirendenAnhöhen in den beschwerlichen türkischen Waldungen trotz des heftigsten feind-lichen Widerstandes bemeistert, selbe verschanzt, Verhaue angelegt und hierdurchdiese für die Deckung des später vorrückenden Belagerungs-Corps vortheilhaftePosition gesichert und erhalten. Als am 20. Juli die Festung in Brand gesteckt undder Sturm angelegt wurde, auch herbeieilende feindliche Abtheilungen versuchenwollten sich auf unsere Truppen zu werfen, besetzte Peharnik mit einigen Com-pagnien die aus Eifer zum Sturme von der Mannschaft grösstentheils entblösstenund sohin gefährdeten Laufgräben und Bresche-Batterien, deckte hierdurch denRücken der erstürmten Bresche, wies die anrückenden Feinde ab und sicherte end-lich unseren Truppen den ruhigen Besitz der Festung.
Peharnik, schon 1789 zum General-Major befördert, erhielt 1791 den Frei-herrnstand und eine Brigade zu Bellowar. In Wien erwartete er eine anderweitigeBestimmung, erlebte aber die Entscheidung nicht, da er schon am 4. September1794 daselbst im 49. Lebensjahre starb.
LIECHTENSTEIN, Johann Fürst, Oberst von Kinsky-Chevauxlegers, fürCzettin; wurde 1796 Commandeur und 1801 Grosskreuz (s. d.).
ANKENBEAND, Philipp Jakob Freiherr, Artillerie-Oberst-Lieutenant, warzu Würzburg 1739 geboren. Dieser sehr intelligente Officier kam 1758 als Unter-