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1 (1857)
Entstehung
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vor, avancirte im Jahre 1769 zum Rittmeister bei Kaiser-IIusaron uncl drei Jahrespäter zum Oberst-Lieutenant. Der bayerische Erbfolgekrieg fand ihn mit demRogimente bei der Ilauptarmce in Böhmen, wo er am 25. Juli 1778 das Gefechtmit des Feindes Arrieregarde bei Trautenau bestand. Im April 1784 zum Oberstenbei Erdödy-ILusaren befördert, erwarb sich F ab r i im Türkenkriege so ausgezeichneteVerdienste, dass ihm das wohlverdiente Ritterkreuz zum Lohne wurde. Er standim März 1788 iri der Brigade des General-Majors Schmerzing und war am 12.invier Colonnen nach der Moldau vorzurücken beordert, um die Verbindung des Feindeszwischen Chotym und Jassy zu hindern; am 22. stiess er mit 2 Divisionen Husaren,4 Compagnien des 2. Walachen-Regiments und 50 Scharfschützen auf IbrahimNasir Pascha bei Battus eh an, welcher, 1000 Mann stark und drei Geschütze füh-rend, in das belagerte Chotym einen bedeutenden Getreidetransport werfen wollte,und schlug ihn nach Jassy zurück. Nasir floh über Schipote, Philepertic und Onestizurück und nahm bei Lar ga eine feste Stellung. Oberst F abri, mittlerweile durch

1 Division seines Regiments, 1 Bataillon Kaiser-Infanterie und 1 Division Wala-chen verstärkt, griff den Pascha am 18. April erneuert an, jagte ihn über denPruth und eroberte das Lager und eine Kanone. Aber der grössere Erfolg diesesSieges war die Tags darauf erfolgte Besetzung der Hauptstadt Jassy, wo 3 Kanonen,

2 Fahnen erobert, grosse Beute gemacht und ein nach Chotym bestimmter Convoivon 156 Mehlwägen aufgegriffen, auch der Fürst der Moldau, Ypsilanti, mitdem Hofstaate aus den Händen der Türken gerissen und nach Czernovitz alsGefangener gebracht wurde. Diese rühmlichen Leistungen brachten Fabri schonam 4. Juni die Generals-Charge; doch blieb er als Brigadier noch ferner beimgalizischen Armee - Corps und in der Division des Feldmarschall - LieutenantsSpldnyi. Das Gefecht bei Adgjud entschied Fabri durch einen rechtzeitigenAngriff, und entwickelte an diesem Tage grosse Umsicht und Tapferkeit. Im folgen-den Jahre commandirte Fabri eine Cavallerie-Brigade im Clerfaytschen Corps,focht bei Mehadia, führte das Commando des Belagerungs-Corps vor Gladowa inSerbien, und gewann durch die Capitulation dieses Platzes (9. November 1789)auch den Landstrich Kraina, dessen mehr als 150 Ortschaften von den Verhee-rungen des Feindes verschont blieben; er rückte hierauf bis an den Timok vorund warf den Feind über diesen Fluss. Vier Jahre später erfolgte Fabris Ernen-nung zum Feldmarschall-Lieutenant, und so sehr es sein Wunsch gewesen wäre,in den ausgebrochenen Kriegen gegen Frankreich mitzukämpfen, was ursprünglichauch geschah, so hielten ihn doch die körperlichen Leiden, welche aus mehrfachenBlessuren entsprangen, von weiterer Verwendung zurück und Fabri musste am1. December 1794 in den Ruhestand treten. Er lobte tlieils in Wien, theils in seinerGeburtsstadt.

Als im Jahre 1809 die ungarische Nation mit grosser Kraftanstrengungdie Insurrection formirte, beeilte sich auch der greise General Fabri, seine