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1 (1857)
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und war bemüht durch Unterhandlungen einen Vergleich zu bewirken. Als aber die Türkennichts davon hören wollten, liess er am 9. Februar 17S8 der Pforte den Krieg erklären und dieFeindseligkeiten eröffnen.

In Croatien befehligte Feldmarschall-Lieutenant De Vins. Er nahm das Schloss Dresnik imBusiner Walde am 10. Februar, aber die Angriffe auf Novi, Dubicza und auf das SchlossSturlich misslangen. General der Cavallerio Fürst Karl Liechtenstein erhielt dort im April dasCommando. Die am 21. April begonnene Belagerung von Dubicza wurde am 26. wieder aufge-hoben und der Fürst ging in der Nacht über die Unna zurück. Der in Slavonien comman-dirende Feldmarscliall-Lieutenant Mitrowsky liess Berbir am 9. Februar heschiessen, ohne dasseine Wirkung sich zeigte. Im Banat besetzte Feldzeugmeister Graf Wartensleben Alt-Orsowa.In Siebenbürgen schlug Feldzeugmeister Fabris die wiederholten Angriffe der Türken auf dieGrenzpässe zurück, und besetzte einen Theil der Walachei. General der Cavallerie Prinz Coburg,mit den Truppen aus Galizien und der Bukowina, rückte im März nach der Moldau vor. DieHauptstadt Jassy wurde durch Oberst Fabri am 19. April genommen, der Fürst Ypsilanti gefangen,die Belagerung von Chotym im Mai begonnen.

Die Hauptarmee im Lager bei Semlin bedrohte Belgrad. Kaiser Joseph, der diese in Personeommandirte, gab sich allen Beschwerden und Mühseligkeiten des Feldzuges Preis, leider mehrals sein durch Sorgen und Arbeiten angestrengter Körper ertragen konnte. Am 18. April führteer einen Theil der Armee über die Save vor Schabacz und ordnete die Belagerung an. Am 21.wurde ein Sturm unternommen und der Platz erobert. Da aber im Juni von allen Seiten starketürkische Colonnen nahten und der Grosswesir bei Sophia, der Seriaskier bei AViddin undGladowa, andere türkische Bassen bei Belgrad, Semendria, Kama und Krotzka eintrafen, sokonnte, da man auch mit den Schwierigkeiten der A r erpflegung zu kämpfen hatte, von einementscheidenden Vordringen der Hauptmacht in das türkische Gebiet nicht die Rede sein. Zudemsollten die Russen, in deren Interesse der Kaiser hauptsächlich den Kampf begonnen, die Ope-rationen der Österreicher an deren linkem Flügel unterstützen. Aber die Schweden hatten Russ-land im Juli zu Wasser und zu Lande angegriffensie wurden zwar zur See geschlagen, zu Landedurch einen Einfall der Dänen beschäftigt, doch die erwartete Hülfe zog sich in die Länge. Sowar ein Theil dess Sommers vorübergegangen, ohne dass die Österreicher zu einer allgemeinenOffensive schreiten konnten, welche durch die Mitwirkung der Russen bedingt war. Erst nachdemsich Soltikoff mit Prinz Coburg vor Chotym vereinigt hatte, wurde diese Festung am 29. Sep-tember erobert. Jassy war Anfangs Juli, bei Annäherung eines starken türkischen Corps, vonden Österreichern geräumt worden. Aber am 31. August siegte Feldmarschall-LieutenantSplenyi bei Belwesti und besetzte am 3. September Jassy wieder, wo nunmehr ein russischesCorps unter dem General Elmpt zu ihm stiess.

Der Commandant des rechten Flügels, General der Cavallerie Fürst Karl Liechtenstein,wurde wie der grösste Theil seiner Mannschaft von Krankheiten befallen. Der Kaiser berief denFeldmarschall Loudon an die Spitze des Heeres in Croatien und übertrug ihm auch jenes inSlavonien.

Die Ankunft des sieggewohnten Helden bei der Armee am 15. August erfüllte dieselbemit neuem Muth, neuer Zuversicht. Drei Tage nach der Ankunft hatte Loudon schon alle Stand-quartiere besucht, am 25. einen heftigen Angriff der Türken zurückgeschlagon und Tags daraufDubicza, am 3. October aber Novi erobert. In der zweiten Hälfte des Octobers wurde der Angriffauf Berbir durch Regen und Kälte vereitelt.

AVeniger vortheilhaft gestalteten sich die Vorfälle im Centrum, wo die zwischen der Donauund Save aufgestellte Hauptarmee durch Krankheiten merklich herabgekommen war. Anfangs