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1 (1857)
Entstehung
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1789 erfolgten Ernennung zum Feldmarschall-Lieutenant belohnt. Im Jänner desfolgenden Jahres verliess Leveneur die activen Dienste und zog sich auf seineGüter nach Böhmen zurück, wo er zu Ilolluwast am 6. Juni 1812 starb.

KLEBECK, Wilhelm Freiherr, Oberst des Kreuzer Grenz-Regiments, für denÜberfall auf Dittersbacli; wurde 1789 Commandeur (s. d.).

KEUHL, Karl Freiherr, Feldmarscliall-Lieutenant, Inhaber des 10. Infan-terie-Regiments, Sohn des 1758 verstorbenen Feldmarschalls Karl GustavFreiherrn von Keuhl, war zu Fiume im Jahre 1739 geboren und erhielt seineErziehung zuGratz. Nachdem er im fünfzehnten Lebensjahre Militärdienste genom-men und diese wieder in kurzer Zeit verlassen hatte, erhielt er bei Ausbruch dessiebenjährigen Krieges eine Oberlieutenantsstelle in dem Regimente seines A r aters(dem 49.), und wurde im November 1756 Capitän-Lieutenant bei Browne-InfanterieNr. 36. Nach der Schlacht von Prag, wo Keuhl sich auszuzeichnen Gelegenheithatte, bekam er mit der Vorrückung zum Ilauptmann eine Grenadier-Compagnie,und nahm Tlioil an mehreren Schlachten jenes Krieges, die ihn im Juni 1761zum Major hoben, ihm aber auch mehrere mitunter gefährliche Wunden brachten.

Im Mai 1773 wurde Keuhl Oberst im Regimente und erwarb sich bei Brüxdurch besondere Standhaftigkeit und die getroffenen vorsichtigen Dispositionen zurErhaltung der besten Ordnung beim Rückzuge, gegenüber des ihm zusetzenden weitüberlegenen Feindes, das Ritterkreuz. Der preussische General-Lieutenant M ol-le n d o rf hatte unseren linken Flügel, welcher in Cantonirungen stand, zu alarmiren.Er brach am 2. Februar 1779 aus seinenWinterquartioron in Sachsen mit 19 Bataillonenund 20 Schwadronen auf, und drang, die Hindernisse der durch den tiefen Schneeunpraktikabel gewordenen Gebirgswege überwindend, am 5. über den Pass Ein-siedel nach Kreuzweg und Johnsdorf vor. Dort standen Lobkowitz-Dragoner undCroaten als Vorposten, die Haupttruppe (2 Bataillone dos 36. Infanterie-Regiments)unter Keuhl in Brüx. Keuhl, von den Preussen durch ihre ausgedehnte Linieflankirt und bedroht abgeschnitten zu werden, sah sich zum Rückzuge genöthigt.Die beiden Bataillone formirten Massen, zogen sich, von der zahlreichen feind-lichen Reiterei beständig umschwärmt, die jedoch trotzdem keinen Angriff zu unter-nehmen wagte, gegenWedel, und passirten das hinter dom Orte liegende Dcfileund den Morast Serpina, indess zwei Compagnien das Dorf gegen die Übermachtmuthig vertheidigten. Von da aus ging der Rückzug ungefährdet über Betsch bisLaun, und als am 6. die Preussen in ihre Cantonirungen zurückkehrten, besetzten dieÖsterreicher wieder ihre frühere Stellung. DieTruppen des Obersten Keuhl, welchedurch drei Stunden den heldenmüthigsten Widerstand geleistet hatten, verloren 30Todte, 300 Blessirte und Gefangene und einige Kanonen, die sich verfahren hatten;der Gegner hatte 63 Todte, 150 Verwundete und 40 Gefangene. Dieser unver-