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1 (1857)
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Indess jene Unternehmungen vorbereitet wurden, suchte Friedrich durch allerhand Manoeuvresdie Österreicher in ihren Verschanzungen an der Elbe zu beschäftigen und irre zu machen, umihnen einen Vortheil abzugewinnen, was jedoch nicht gelang.

Am 12. Juli stand Loudon mit seiner Hauptmacht im Lager bei Wettel, zwischen Gastorfund Raudnitz, das Corps des Feldmarschall-Lieutenants Graf Gyulay bei Tetschen und Gabel,jenes des Fürsten Liechtenstein zwischen Leitmeritz und Aussig. Als zu Anfang August PrinzHeinrich sich näherte, unternahm Loudon einen raschen Flankenmarsch gegen Turnau und ver-sperrte dem Prinzen durch die hinter der Iser gewählte feste Stellung bei Jungbunzlau, Bakofen,Münchengrätz, Turnau, Starkenback den Weg zum Ziele. Der General Sauer stand mit einemCorps hinter Eger bei Budin. Um Loudons linke Flanke zu umgehen, liess Prinz Heinrich nunauch den General Platten mit dem Reserve-Corps über Peterswalde nach Böhmen rücken. DerPrinz war am 9. August bei Niemes, Platten am 12. bis Leitmeritz vorgerückt. Die über Troppauund Jägerndorf nach Mähren eingedrungenen Preussen wurden durch Bottas festes Lager beiHeidenpiltsoh im Vordringen aufgehalten.

Friedrich II., wegen der noch schwebenden Braunauer Verhandlungen von den Öster-reichern unangefochten, marsekirte am 15. August mit seiner Hauptmacht aus dem Lager beiWelsedorf, wo er fünf Wochen gestanden, rechts die Elbe aufwärts, in jenes bei Burkersdorf,rückte dann am 22. noch weiter rechts an der Elbe hinauf in das Lager bei Tscherma und Wild-schütz, und hoffte hei Arnau durchzudringen. Aber auch der grösste Thoil des österreichischenHeeres machte eine Flankenbewegung links und stand am 23. August hinter dem Flusse imLager bei Eis. Am 26. führte der König von Preussen sein Heer nach Lauterwasser, recognoscirtedie österreichische Stellung bei Ilokenelbe, vermochte jedoch auch hier nicht gegen dio linkeFlanke der Österreicher anzukommen. Platten war bei Raudnitz, Möllendorf bei Melnik vorgerückt.Loudon liess Prag durch einige Truppen decken und starke Detachements über Benatek undBrandeis vorrücken, wodurch jene preussisclien Corps zum Rückzuge nach Leitmeritz, Kinnitz undNeuschloss genöthigt wurden. Allo Bemühungen es zu einer grossen Schlacht zu bringen, warenfruchtlos, indem der Kaiser und seine Generale umsichtig bei dem Systeme sich blos defensivzu verhalten, beharrten. Krankheiten und Desertionen nöthigten daher den König Böhmen zuräumen, von wo die Preussen am 8. September ihren Abmarsch antraten, und zwar Prinz Hein-rich von Nimes über Leitmeritz und Aussig nach Sachsen, der König von Lauterwasser überWildschütz, Trautenau nach Schatzlar, und dann nach Liebau, von wo er am 15. Octoher seinHauptquartier nach Landshut verlegte. Seine Heere bezogen nun in Schlesien und Sachsen dieCantonirungen.

Obgleich auch die österreichischen Truppen bereits in die Winterquartiere gezogen waren,so wurde doch in Ober-Schlesien, der Grafschaft Glatz und im Gebirge der kleine Krieg fortgesetzt,und die Österreicher unternahmen viele erfolgreiche Angriffe und Überfälle. Die bedeutendstendieser Überfälle waren die auf das Regiment Thadden in Dittersbach am 9., auf das BataillonSteinmetz zu Komeise in der Nacht von 21. auf den 22., auf das Regiment Thuma in Weiss-kirchen am 26. November 1778, endlich jener hei Weidenau am 11. Jänner 1779, auf Habel-schwert und Oberschwedeldorf am 18. Jänner. Ja noch am 28. Februar, wo man sich schon miternsthaften Friedensunterhandlungen trug, erschien der kaiserliche Feldmarschall - LieutenantGraf Wallis vor Neustadt, wo eine preussische Garnison lag, beschoss den Platz heftig undbrannte, obschon derselbe nicht zu nehmen war, einen Tkeil der Stadt nieder. Die Angriffe derPreussen auf die zu Olbersdorf und Zuckmantel stehenden österreichischen Truppen am 12. undII. Jänner 1779, ferner auf Brüx 5. Februar 1779 und Braunau wurden durchgängig vereitelt.