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oft in einer Nacht sein Quartier zwei auch dreimal. Kleefeld nahm die Aus-führung dieses Auftrages selbst über sich, marschirte mit einem kleinen, ausCroaten,Reitern und Husaren bestehenden Commando nach Zwickau und erfuhr daselbst,dass Froideville diese Nacht in dem Dorfe Niedermülsen bleiben würde. Erbrach daher um Mitternacht von Zwickau auf, ging, um die feindlichen, gegenZwickau und die Mulde aufgestellten Vorposten und die etwa ausgeschicktenPatrouillen zu vermeiden, gleich bei Zwickau über die Mulde und nahm seinenWeg über Judenhayn und Thurm, um auf obbesagtes Dorf Niedermülsen vonrückwärts zu kommen. Seine Mannschaft war in drei Theile getheilt undrückte zugleich mit Tagesanbruch schnell gegen das Dorf an. Aber die Preussenstanden schon kampfbereit auf einer vortheilhaften Anhöhe zwischen Nieder-mülsen und Wernsdorf und eröffneten auf die Unsrigen bei ihrer Annäherung einGeschützfeuer; denn der listige Proideville hatte doch den Anmarsch Klee-fel d’s — obschon etwas zu spät — erfahren, und da er sich nicht mehr zurück-ziehen konnte, diese vortheilhafte Stellung bezogen. Die drei Colonnen unseresDetachement eilten nun nach den ihnen ganz kurz ertheilten Dispositionen desGenerals durch das Dorf und griffen die Preussen in der Fronte und auf beidenFlanken an. Ihre Reiterei ergriff nach einem kurzen Widerstande die Flucht undwurde von unseren Husaren eine gute Stunde weit verfolgt. Die Dragonerfielen der feindlichen Infanterie in den Rücken und folgten, nachdem sie selbezerstreut, den Husaren zur Unterstützung nach. Unsere Croaten trieben nun dasflüchtende Fussvolk durch Wernsdorf bis an die Mulde, wo viele durch’s Schwimmensich ans andere Ufer retteten, die meisten aber niedergemacht oder gefangenwurden, welches Schicksal dann auch ihren Anführer Froideville zur Freudeder ganzen Gegend traf.
Am 31. October desselben Jahres rettete Kleefeld, bereits zum Feldmar-schall-Lieutenant vorgerückt, durch seine Geistesgegenwart und Klugheit seinCorps und 3 deutsche Bataillone, welche in Leipzig von den Preussen aufgefordertwurden sich als Kriegsgefangene zu ergeben. Überzeugt, dass es ihm unmöglichwäre sich gegen die Übermacht zu halten, benützte er den eben gefallenen starkenNebel und hielt die vor der Stadt aufgestellten Preussen' durch öfteres Hin- undHerschicken behufs der abzuschliessenden Convention so lange auf, bis alle seineTruppen so weit zurückgegangen waren, dass sie der Feind nicht mehr einholenkonnte.
Ende Mai 1762 erhielt Kleefeld den Auftrag, den bei Geringswalde miteinem kleinen Corps stehenden preussischen Obersten Din gelstädt aus dieserStellung über die Mulde zu treiben. Als er aus dem Lager bei Chemnitz überTaura und Clausinz auf Wiederau kam, erfuhr er, dass Dingelstädt auf Gepulzigvorgerückt sei, und nur die Bagage mit einer kleinen Bedeckung bei Geringswaldezurückgelassen habe. Sofort traf Kleefeld die zweckentsprechendsten Anstalten,