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1 (1857)
Entstehung
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Bei Ho ehkircherwarbsichBrentano das Kleinkreuz; er griff den feind-lichen linken Flügel in der Flanke so heftig an, dass er die ganze Aufmerksamkeitdes Feindes auf sich lenkte und dadurch alle unsere Unternehmungen gegen diesenFlügel wesentlich erleichterte. Im Jahre 1759 stand Brentano unter Iladik,schlug am 5. September den zum Entsatz von Dresden herbeigeeilten preussischenGeneral Wunsch zurück und trug bei Maxen, wo er sich mit 5500 Mann dem über-legenen General Fink, der sich auf Schmorsdorf durchzuschlagen suchte, entgegen-stellte, sehr viel zum Erfolge des Tages bei. — Im Jahre 1760 diente Brentanounter Feldzeugmeister Lacy. Dieser ist des Lobes voll über das höchst ausge-zeichnete Wirken Brentano’s und sagt, dass er gleich bei Eröffnung des Feld-zuges bei Radeburg, wo Lacy durch den König gedrängt wurde, ferner beiLichtenberg und Goldberg, dann auf dem Marsche nach Berlin, in dieser Haupt-stadt selbst, und endlich bei Torgau seltenen Eifer, Einsicht und Ausdauer an denTag gelegt und sich Ruhm und Ehre erworben habe.

Als sich Feldmarschall Daun nach dem Gefechte bei Adelsbach am 6. Juli1762 aus seiner Position bei Kunzendorf zuriickzog, um nicht auf der linken Flankeumgangen zu werden, erwarb sich Brentano, welcher die ganze Campagne 1762hindurch ein eigenes Corps befehligte, bei dem Rückzuge von Friedland nachDittersbach sehr viele Ehre. Dieser musste hier über Berg und Thal und durchmehrere Defilden geschehen, und die Preussen folgten mit einer starken Über-legenheit auf dem Fusse nach. Konnten sie das Brentano’sche Corps in einerungünstigen Stellung zum Gefechte bringen und selbes schlagen, so war Daungenöthigt sich in grösster Eile nach Böhmen zu ziehen, um nicht ganz von diesemLande, aus dem er seine Lebensmittel zog, abgeschnitten zu werden. Aber Brentanowusste in der durchschnittenen Gegend die Infanterie, die Reiterei und das Geschützso geschickt zu vertheilen, dass sich immer ein Theil unter dem Schutze desanderen zurückzog, ohne dass die Preussen es zu einem ernsthaften Gefechtebringen konnten. Ausserdem, dass Br ent an o durch dieses vortreffliche Manoeuvredie Flanke und den Rücken D aun’s sicherte, hatte ihm dieser zugleich auch dieRettung des zu Braunau befindlichen Magazins zu danken.

Das blutige Treffen am Fischerberge bei Schweidnitz (16. August) unter Lacy,welches den Entsatz des belagerten Schweidnitz erringen sollte, war seine letzte That.

Diese vielfachen Verdienste hatten Brentano’s Beförderung zum Feld-marschall-Lieutenant und die Ernennung zum Gross kreuze zu Folge. Nurkurze Zeit erfreute er sich dieser Auszeichnungen. Schon am 7. Juli 1764setzte der Tod seinem verdienstvollen Leben im 46. Jahre ein Ziel. Er starb zuKarlstadt in Croatien und wurde mit ausserordentlichem Pomp zur Erde bestattet.

LÖWENSTEIN-WERTHEIM, Christian Philipp Johann Alexander Fürst,General der Cavallerie, Inhaber eines Dragoner-Regiments, war zu Wertheim in