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1 (1857)
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Durcli 18 ereignisreiche Jahre stand er diesem Posten zur Zufriedenheitvor, trat dann in den Ruhestand und verschied zu Prag am 16. Octoher 1816.

TIEMAR, Joseph Freiherr, Major, einer alten, zur ehemaligen roichsunmittel-baren Ritterschaft des Cantons Rhön und Werra gehörigen Familie entsprossen, zähltezu dem Zweige, welcher sich nach Österreich verpflanzt hatte, und war zu Wiengeboren. Im 14. Lebensjahre (1744) trat Tie mar als Cadet bei dem Kürassier-Regimente Luchesi in k. k. Dienste und wohnte den Schlachten von Striegau undTrautenau bei. Zum Fähnrich bei Königsegg-Infanterie Nr. 16 befördert, kämpfteer mit dem Regimente in Italien, und machte sich bei Piacenza und Roddofreddobemerkbar. Aus dem siebenjährigen Kriege, mittlerweile zum Oberlieutenantvorgerückt, trug er mehrere Wunden davon, wurde zweimal kriegsgefangen underlangte durch die Belagerung von Schweidnitz einen gefeierten Namen. Am29. August 1762 wollte man den feindlichen Minengängen, welche trotz allerangewendeten Bemühungen durch Spähen und Horchen nicht entdeckt werdenkonnten, durch einen Ausfall auf die Spur kommen. Es ward hiezu der Grenadier-Ilauptmann Eris am von Sachsen-Gotha-Infanterie mit seiner Compagnie aus-ersehen. Der Grenadier - Oberlieutenant Tiemar machte indess die Vorstellung,wie es, da dieser Hauptmann seinen Angriff in der Front unternehmen wollte, vongutem Erfolge sein würde, den Feind gleichzeitig durch einen Angriff auf derlinken Seite seiner Tranehee irre zu leiten, und die Flanke seiner Parallele zu.gewinnen, und erbot sich hiezu, wenn man ihm 50 Freiwillige zuweisen würde.Das Unternehmen glückte so vorzüglich, dass ein Mineur-Corporal, 2 Sappeursund einige Arbeiter gefangen und die feindliche Gallerie, an welcher durch8 Tage rastlos gearbeitet worden war, von Grund aus zerstört wurde. Tiemaravancirte für diese That zum Hauptmann, erhielt das Ritt erkr euz und wurde 1773in den Freiherrnstand erhoben. Seine vielfältigen Blessuren verhinderten eine weitereactive Dienstleistung. Als aber der bayerische Erbfolgekrieg ausbrach, stellte ersich wieder zur Verfügung seines Monarchen und erhielt (im Juli 1778) die Platz-Majorsstelle in Eger, wo er im Alter von 77 Jahren am 16. März 1807 sein Lebenbeschloss.

EGIILS, Jakob Freiherr, Major im Ingenieur-Corps, zu Gent 1732 geboren,folgte seiner Neigung und trat im 20. Lebensjahre in das Sappeur-Corps. Im Jahre1757 war Eglils als Conducteur in Schweidnitz gefangen, in demselbenPlatze erwarb er sich fünf Jahre später das Ritterkreuz. Er commandirte alsHauptmann das Sappeur-Detachement. Die Wahl traf ihn, weil er sich schon vorGlatz im Jahre 1760 durch besondere Geschicklichkeit und Bravour hervorgethanhatte. Was E glils in Schweidnitz mit seiner Truppe geleistet, die sich bei 7 Wochenunter dem Glacis erhalten hatte, gehört der Kriegsgeschichte an. Aber er befehligte