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d’Aubleux Hauptmann und commandirte eine Grenadier-Compagnie. Mit dieserkam er in das belagerte Schweidnitz. Nachdem sich der brave Hauptmann beidem am 27. September unternommenen Angriffe auf die Minengruben mit seinerCompagnie hervorgethan, erkämpfte er sich bei dem Sturme der Preussen auf dasJauerniker Fort in der Nacht vom 8. auf den 9. September das Ritterkreuz.
Die Explosion des grössten Theiles der Werke dieses Forts veranlasste denFeind in möglichster Eile zum Sturme zu schreiten, denn der Erfolg schien einunzweifelhafter. Hauptmann d’Aubleux erwartete mit seiner Compagnie kalt-blütig den Angriff und hielt sich so standhaft, dass die Feinde bis in dengedeckten Weg zurückgetrieben wurden. Erneuerte Sturmversuche blieben ebenfallsohne Erfolg, und als endlich Oberst-Lieutenant O’Mulrian (s. d.) das Commandoauf dieser gefahrvollen Stelle übernommen hatte, und Major Czecherini (s. d.)mit seinem Bataillon vom Gartenfort zur Unterstützung herbeigeeilt war, wurdendie Preussen gänzlich geworfen, und Hessen von dieser Unternehmung ab.
D’Aubleux trat im Jahre 1786 als Oberst-Lieutenant in den Ruhestand. Erstarb zu Wien am 20. Februar 1800.
STEENDAHL, Karl Joseph Freiherr, Feidmarschall-Lieutenant, war zu Wienim Jahre 1735 geboren. Schon im 14. Lebensjahre erhielt er eine Fähnrichstelleim 42. Infanterie-Regimente, und rückte im August 1759 zum Hauptmann vor.Während der Belagerung vonS cli weidnitz war Stern d ah 1 mit seiner CompagnieGrenadiere der Besatzung beigegeben. Als die Preussen ihre Parallele immer mehrverlängerten und nahe daran waren sie mit jener, welche dem Jauerniker Fort gegen-überstand, zu vereinigen, beschloss man dieses Vorhaben durch einen Ausfall zuvereiteln. Hauptmann Sterndahl wurde für diese gefährliche Unternehmunggewählt, und er rechtfertigte das in ihm gesetzte Vertrauen vollkommen. Obgleichder Kampf blutig ausgefallen war, da ein Hauptmann todt blieb, 4Lieutenants tödlichverwundet und 123 Mann tlieils getödtet, theils blessirt wurden, so hatte Sterndahldoch in der grössten Gefahr seine Dispositionen und Angriffe unerschrocken durch-geführt, und ungeachtet des Widerstandes, den ihm der Feind entgegenstellte, eineBatterie zerstört und einen grossen Thoil der Parallele eingeworfen. Nach und nachwuchs des Feindes Macht; Stern dalil trat den Rückzug an, und wusste diesen sogeschickt zu bewerkstelligen, dass er während desselben keinen Abbruch erlitt. DerVerlust des Feindes war ein namhafter, denn es musste am folgenden Tage einWaffenstillstand abgeschlossen werden, damit er seine Todten beerdigen konnte.Sterndahl erhielt 1769 als Oberst-Lieutenant ein Grenadier-Bataillon, 1774 denFreiherrnstand, beim Ausbruch des bayerischen Erbfolgekrieges aber als Oberstdas Commando des Infanterie-Regiments Ried Nr. 23. Im Türkenkriege zeichnetesich Stern dalil bei Beschania aus und kam im Mai 1796 als Feldmarschall-Lieutenant und Stadt-Commandant nach Prag.