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1 (1857)
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Belagerung von Schweidnitz (1762) trug er sich mit Ruttant und Schröder(s. d.) freiwillig an, das unbedeutende Fort von Jauernik zu vertheidigen. In derNacht vom 18. auf den 19. August unternahm Brady mit einem Officier, 80 Mannund 40 Arbeitern einen Ausfall, drang ohne einen Schuss zu thun mit gefälltemBajonet in die Sappen, verjagte die Preussen, machte mit eigener Hand mehrereGefangene, und liess einen guten Theil der feindlichen Arbeiten zuwerfen, unge-achtet die Batterien der Tranchden ein mörderisches Feuer auf ihn richteten. Endlichdrangen die Preussen in grosser Anzahl herbei, und Brady konnte nur durchschnellen Rückzug der Gefangenschaft entgehen. Kaum war er in seiner Flescheangelangt, als schon der Feind auf dem Glacis erschien, um einen Sturm zu versuchen.Die Mannschaft, welche den bedeckten Weg besetzt hielt, empfing die Feinde miteinem wohl unterhaltenen Klein-Gewehrfeuer, welches die 2 Kanonen der Fleschemit Kartätschen unterstützten. Die Preussen bewiesen grosse Hartnäckigkeit;durch Zimmerleute liessen sie die Pallisaden des bedeckten Weges umbauen,sprangen in denselben hinein, rissen die Sturmpfähle aus und erstiegen haufenweisedas Parapet. Der tapfere Brady hatte sich selbst und eben so mehrere seinerLeute mit Sturmsensen bewaffnet und vertheidigte sich mit dem grössten Heldenmuthe,entschlossen, lieber zu sterben als sich zu ergeben. Schon war er beinahe umringt,seine Officiere und ein grosser Theil seiner Leute getödtet und keine Hoffnung zurRettung vorhanden, als ein Haufen Preussen, der eben eine Schiessscharte zuersteigen versuchte, durch die Losbrennung der darin befindlichen Kanone grössten-thcils zerschmettert wurde. Dieser Zufall brachte Bestürzung unter die Feinde;■auch langte in eben diesem Augenblicke ein Lieutenant mit 40 Mann zur Unter-stützung an, und fiel den Stürmenden in den Rücken; dies verdoppelte den Muth derVertheidiger, welchen es nun gelang den Feind mit einem Verluste von 33 Todtenund 95 Verwundeten zurückzuschlagen. Am 21. desselben Monats stürmten diePreussen um 11 Uhr Nachts mit einigen hundert Freiwilligen erneuert. Bradyhatte das Commando in der Flesche. Die Mannschaft, die den bedecktonWeg ver-theidigen sollte, that ihre Schuldigkeit nicht; sie zog sich zu früh in die Fleschezurück: der Feind bemeisterte sich also desselben; er führte eine Menge Bretter,stieg mit denselben leicht über die Pallisaden und sogar auf das Parapet. Bradyhatte seine Leute mit Sturmsensen und Handgranaten wohl versehen, warf dieschon auf die Brustwehre Gedrungenen zurück, und ängstigte die im bedecktenWeg befindlichen Feinde durch Granaten und Musketenfeuer so sehr, dass sie sichzu beiden Seiten zu vertheilen und durch den bedeckten Weg sich der Kehle derFlesche zu bemächtigen und dort einzudringen suchten. In diesem Augenblickkamen 2 Compagnien Grenadiere von d’Arberg zur Unterstützung und der Feindwurde mit grossem Verluste zum Weichen gebracht. Er sammelte sich aber nacheiner kleinen Weile wieder, versuchte einen zweiten Sturm, wurde aber gänzlichgeschlagen und verlor über 400 Mann, Doch war es ihm gelungen, auf dem Glacis