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Ist das Band der Ehe sogar ohne Ausnahm unauflöslich als es die Kanonisten vorgeben? : eine Frage, die ein Katholick beantwortet
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ten, ^ und wenn sie ihres Leibes Blutflußhat in der Wiederkehre des Monats/ siebenTage von andern Leuten abgesondert le-ben / ** als daß sie jetzt in dem Gnadengcsetze ei«ne fremde Sünde büßen, und weil der Mannein Hurer ist/ eine gezwungene Wittwe bleibensoll?

Überhaupt scheint es mir sehr ungereimt zuseyn, daß man einen alten abgelebten Pabst,dessen Amt mir der frcywilligcn Entmannung ver-bunden ist, zum Lichter in Ehesachen anruft.Sein gefrorenes Geblüt, seine Unerfahrenheitindem innerlichen Zustande eines Hauswesens, seingefühlloses Gemüth in einer Sache, die er nurals in Sakrament kennet/ wird ihm eine un-glückliche Ehe niemals in dem Gesichtspunkte ei«ms wirklichen Uebels- sondern immer als einenTire! in dem )ure canonico vorstellen. Erwird eine junge Frau, die von ihrem ungeartetenManne entfer nt nach einem vergnügtem Bünd-nisse schmachtet, auf den Gratian oder Bellar«min verweisen, und glauben, daß sein apostoli-scher Sergen, und eine Handvoll geweyhtes Wasiser die Zauberkraft haben sollen, ihr wallendesGeblüt stockend zu machen, mid ihr die sünd-B 2 Hass

* Levit. n. K. Z.4.Z.6. 7 «D.** Levit. 15. K. 19. V.