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Ist das Band der Ehe sogar ohne Ausnahm unauflöslich als es die Kanonisten vorgeben? : eine Frage, die ein Katholick beantwortet
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völkerung der Erde, sondern auch, als ein Mit«tel zur Seeligkeit für diejenigen eingesetzt, die sichnicht enthalten können. Welch ein barbarisches,und von der Milde des achten Christenthums ent- iferntes Geboth ist es also, daß eine Frau wegen "eines Mannes, der in den Armen der Huren >herumfährt, oder wohl gar boshafter Weise, "Gott weiß wohin, entflohen ist, * ihre jungen jsJahre in Abtödtung, eben als wenn ste die ewi» 'ge Keuschheit verlobt hätte, zubringen soll? Ist !dieses die leichte Last, und das süße Joch, das !Christus als ein Vorrecht des neuen Gesetzes vor jdem alten angerühmet hat ? Um wie viel lieber ^würde diese zärtliche Frau Zeit ihres Lebens das

Fleisch der Thiere, die die Klauen nicht 'spalten, oder nicht wiederkäuen, entbeh-ren,

O Der verlassene is! von ver Verbindlichkeitfrey , sagt der Apostel l. Corinth. VII. K. Zy.D. Von welcher Verbindlichkeit kann wandte»scn Spruch auslegen ? von der Verbindlichkeit, .dem andern beyzuwohnen? Nein. Das wuß- -le man, ohne daß eS der Apostel hatte sagen ^dürfen, weil man natürlicher Weise bey einem 'Abwesenden nicht schlafen kann. Folglich mußvon der Befrcyung einer ganz andern Pflichtdie Rede seyn, nämlich von einer solchen, dieMann und Weib zu einer ewigen Treue ver- !bindet. ^