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Ist das Band der Ehe sogar ohne Ausnahm unauflöslich als es die Kanonisten vorgeben? : eine Frage, die ein Katholick beantwortet
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entschieden* Wohl! So hat also der Pabst dasRecht, die Aussprüche seines göttlichen Mei.sterö zu verbessern, und den Leuten die Freyheitzunehmen, die ihnen die Natur gegeben, unddas Evangelium bestätiget hat ? Die Ehe (sosaget die Schrift selbst **) ist nicht nur zur Be-

völ.

* Man könnte hier der Kerordnung des neuntenGregoriuS, die Dckretale des zweyten Grego,rinS entgegen setzen, und Autorität durch Au-torität clidircn. Dieser schrieb an Bonifacius,der sein Apostel in Deutschland war, daß,wenn ein Weib in eine Krankheit fallen sollte,die selbes zu Erfüllung der ehelichen Pflichtfür immer untüchtig machte, dem Manne er,laubct seyn soll, sich von ihr scheiden zu lassen,und sich eine andere Frau zu nehmen. S.Fleury bist. eocl. vom 72g. Jahre. DiesenGrund einer gänzlichen Ehescheidung, will icheben so wenig, als andere dergleichen Gesetzeder ersten christlichen Kaiser, in diesem Punkterechtfertigen, weil die Ehe nicht nur die Lei«der, sondern auch die Gemüther bindet, undeS dem höchsten Grade der Freundschaft unan,ständig ist, seinen leidenden Freund im groß,ten Unglücke im Stich lassen. Indessen ersiehtman aus diesem Stücke der Kirchcngcschichte,daß die AuSsprüche der Pabste nicht allzeitvon oben herab sind , denn Gott kann sich nichtwidersprechen.

" I. Cvrinth. V. K. 2. D.

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