durä' ihren Sieg oder Tod das Schiksal der Könige undihrer Staaten entschieden.
Eine andre Gattung der, wie man mcynt, erlaubtenDuelle, soll diejenigen seyn, die auf die Entdckung gewisserLaster zielcten, die nicht nach gewissen Regeln cntdekt wer-den konnten, Anstatt nun, daß sich dergleichen Personenselbst herausgefordert hatten, so wendeten sie sich zuvörderstan ihren Landeshcrrn. Man führte die Kämpfer in einenvierekigten Plaz, und wann der Waffcnherold ausgerufenharte: Laßt die guten Leute ihren Kampf antreten i so er-wartete jedermann den AuSggng.
Man glaubte auch, daß eS im Adelichen -der Ritterli-chen Stande, gewisse Beleidigungen gebe, die nicht andersals mit Blut des Beleidigers abgewischt werden konnten.Es mußte aber ein solcher seine Ausforderung erst dem Kö-nige vorzeigen und um die Erlaubnis bitten, die ihm sehrselten versagt ward.
Man schlug sich hinwiederum mit andern § um den Na-men eines braven Kerls zu erlangen. Dergleichen Zwey-kampfe fielen oft zwischen Rittern zwey vcrschiedner Natio-nen vor, die sich einander in der Tapferkeit nichts nach-geben wollten,
Man griff auch einige unter dem Vorwande besondersan, daß man die unterdrükte Gerechtigkeit retten wollte.Und diese Vorstellung, mit welcher die ehemaligen Rittereine besonders hohe Stufe der Ehre verbanden, weil sie als-dann für Vertheidiger der Unschuld, der Religion und Tu-gend angesehen seyn wollten, hat eine unzählige MengeAweykampfe oder Duelle nach sich gezogen.
Endlich nahm dann auch die Liebe, wovon schon umständ-licher geredet worden, an dergleichen Zwcykampfcn großen