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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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Sldcl hervorgebracht hatten, verschwanden. Das Land wärvon jenen Zeiten mit einer Menge kleiner unruhiger Hcrrc»erfüllt. Sie wünschten leinen Obcrhcrrn, liebten die Ver-schwendung und den Krieg. Der größte Theil war in dasLasier der Debauche verfaulen, und ihre Unwissenheit glichihren Lasiern. So waren die Zeiten, ehe der Landfriede be-festigt ward,

Nach diesem lernte der Adel seine Würde besser kennen.Der meiste Theil des AdclS schien zrr denken - wie der vor-trefliche Anfhclmus von Ziogler sagt: ,;Dcr Adel ist eineTochter der Wissenschaft, und hat. wie Marine bcyyi 8al-lnstius redet, seinen Ursprung aus der Tugend genommen.Er isi des Menschen Ehre, und diese der Tugend Lohn. Da-her isi e§, so weit rühmlicher den Adel durch Kiel und Stahl,von der Tugend, als von den Ahnen zu zählen. Die Ta-pferkeit ist ein nothwendiges Requisitum des Adels. Al-lein, wo sie nicht von gesunder Vernunft und wahrer Klug-heit untersiüzt wird, ist sie mehr eine Brutalität zu nennen.

Nach dieser kurzen historischen Darstellung der Besehdungcnund dcS Faustrechts, wollen wir diesen Gegenstand mir einigenmerkwürdigen Beobachtungen beschliessen, welche den Geistdes damaligen Ritterwcsens im 14. und iz. Jahrhundertin ein heileres Licht sezen werden. -)

Es sind vermischte Gefühle, von Wehmuth, Schauerund Freude, mit welchen wir an den so häufiger, Ruine»alter zerstörter Raub - und Nitterschlbsser, vorübergehen.

*) Ueber den Geist und die Geschichte des Ritterwesens ältererZeit. Meine Leser werden gewinnen, wenn ich mich meisten-der eigenen kraftvollen Worte des Verfassers bediene.