unterwies sie in den Waffen. Zuweilen stunden sie auchin seinem Solde, zumal, wann er mit ihnen einen wichti-gen Streich auszuführen gedachte. Silberig Balbiano,Connetablc deS Königreichs Neapel, war einer von den er-sten, die eine solche Ritterschaft aufrichteten. Denn als ersich von den Truppen überwältigt sah, welche die Kaiserund die Päbsie zu Avignon nach Italien schikten, die die-ses Land ganz verwüsteten, so sammelte er einige Einwoh-ner des Landes/ und machte aus ihnen lauter St. Geor-gen-Ritter, mit denen er seine Feinde wieder über die Ge-birge hinüberjagte. Da aber diese Leute, welche von Beutelebten, und des Würgens gewohnt waren, nach dieser Ex-pedition nichts mehr zu thun hatten, so vertheilten sie sichin vcrschicdne Banden, und verheerten das Land. Nachihnen wurden verschiedne andre Ritter-Orden errichtet, diegleiches Handwerk trieben, und gleiches Schiksal hatten«Diese Leute zeigten eine unglaubliche Wildheit, schonten kei-nes Menschen, und suchten mit jedermann Handel anzufan-gen. Folglich breitete sich das Ducllircn an allen Ortenaus, und pflanzte sich von einem Geschlecht auf das andrefort; denn man sah dasselbe als das einzige und wahre Mit-tel an, Ehre und Reichthümer zu erlangen.
In den Gesezcn, welche Friedrich Ik. König von Sici-licn bekannt machen lassen, waren die Duelle autorisirt;die vornehmsten Nechtsgelehrten des Xll. und XIII« Jahr-hunderts sezren zum Besten der Ritter, die sich zu schlagengewohnt waren, eigne Duell-Regeln auf, und anstatt, daßman diesen Unsinn durch solche Gescze einzuschränken ge-dachte, so breitete sich das Uebel nur noch weiter aus.
Darius, ein Professor in Bolsgna, gab im Jahr 1260.eine Regel heraus, wie die Ritter creirt werden sollten, dar-