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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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rohen Zeitalter, gewiß eine höchst wichtige Erscheinung.Hingegen ist auch nicht weniger die strenge Keuschheit derFrauenzimmer alter Zeit, mit Recht zu preisen. Religionund Ehrgefühl waren die zwey vornehmsten Beförderungs-mittel dieser Tugend, die meist mit dem weiteren Fortgan-ge der Verfeinerung durch Lnrus und die daraus entstehendeFrivolität wankend gemacht wurde.

Die Achtung gegen daS schöne Geschlecht pflanzte sichfort und mehrte und verfeinerte sich in dem Grade, als sinn-liche Liebe sich verfeinerte. Als daS Ritterccrcmonicl dazukam, verflocht es sich auf die natürlichste Weise damit, unddie steife Galanterie warf ihre ccrcmouiöse Franzcn um daSGewand der Liebe. Vielen Einfluß hatte auch Religionauf sie, und der Aberglaube damaliger Zeit, gab nicht we-niger seine Farben dazu her. So wurde denn auch Deutsch-land empfänglich für einen solchen Galanterie-Geist, der zu-nächst mir dem Ritterwesen verbunden war. Daß aber frei-lich die feinen Sitten der Ritterschaft nur an Höfen zu Hausewaren, ist nicht zu laugnen.

Den Geist ausschweifender Tapferkeit mußten damalsvorzüglich auch die häufigen Romane und Nittcrbüchcr, leb-haft unterhalten oder anfachen. Dergleichen Zusammensc-zungcn aus Wahrheit und Dichtung, oder aus wirklicherdurch Volkösagen entstellter Geschichte, zündeten natürlichauch in den kältern deutschen Köpfen, und brachten denEnthusiasmus hervor, der in den Zeiten der Krcuzzüge sosichtbar war, wo der Geist der Minne so ganz besondersseine Nahrung erhielt. Das Ausland, besonders Italienwo die Heere sich oft lange verweilen mußten, war ebender angemessene Schaupla; für manche LiebeSabentheucr.