der Stärke gemeynt gewesen seyn. Sie waren dabey selbstZeugen, Richter und Vcrgclter.
Ein Beyspiel hieven sieht man in der alten Geschichteunsrer Vorfahren. Adclberr Bischof von Maynz, der füreinen Heiligen gehalten wird, ordnete nichtsdestowenigerdas Duell des Grafen waldsn gegen den Grafen Geroan, und der Geschichtschreiber seines Lebens meldet dabey,daß Adclbert und der Markgraf Dicterich die einzigen ge-wesen seyn, die an diesem Duell ein Wohlgefallen gehabthaben. Dieses merkwürdige Duell siel im Jahr y7y vor,da ein gewisser Graf Waids einen andern, Namens Gerovon Alvenslcben, bey dem Kaiser anklagte. Ohne die Sachezu untersuchen, wurden beyde nach Magdeburg eingeladen,um hier in Gegenwart mehrerer ansehnlichen Fürsten Deutsch-lands, ihre Streitigkeit durch einen Zwsykampf zu entscheiden.Der Erfolg desselben war sehr zwcydeutig. Walds wardheftig verwundet, und fiel bald darauf todt zu Boden, undGers wurde nach den damaligen Gesezen des Duells, weilder Aberglaube, als ob Gott die Hand des Unschuldigenunmittelbar stärke, und die deS Bbscwichts kraftlos mache,herrschend war, für unschuldig erkannt. Außerdem wußteman damals den Gesezen auch eine willkürliche Auslegungzu geben. Gers war ein Heide, und daher glaubte man,daß dieß Gesez ihn keineswegs begünstigen könne, ungeach-tet man seine Sache wegen des glüklichen Ausgangs deSDuells, für die rechtmäßigste in der Welt hielt. Es wurdeihm der Kopf abgeschlagen, oder er wurde, wie andre ver-sichern, von einem Scharfrichter in Stüken gehauen, undden Vbgeln zum Raub vorgeworfen.
Man ist hierin» noch weiter gegangen, und hat die-jenigen sogar unter die Heiligen, unter die Bekenner und