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und Tadel anszuthellen und durch mehrere schikllche Mitteteinen wahren edlen Gcmclngclst ins Regiment zu bringen.
Man sollte glauben, daß durch einen solchen anständi-gen mit Klugheit begleiteten Umgang auch mehr Eintrachtund Harmonie unter dem Corps der Officiere erhalten undden Ausvrüchen persönlicher Feindseligkeiten am besten vor-gebeuget werden könnte: besonders wenn die Staabsofsi-ciere durchaus und bey jeder Gelegenheit zu verstehen geben,wie hoch sie die Anständigkeit der Sitten, edle GesinnungenUnd Grundsaze wahrer Ehre schazen; nie sehr sie hingegenalle unnöthige, besonders aus kleinen niedern Ursachen ent-springende, Sch-lägcreycn verachten, und alle diejenigen inMißcrcdit sezen, welche sie angefangen oder durch boshafteAufhczcreycn dazu verleitet haben.
Ich weiß zwar wohl, wie viele Schwierigkeiten diesem,auf mehr als eine Art nüzlichem Vorbeugnngsmittel, zur./Seite stehen; ich weiß, wie viel Kenntnisse dazu gehören,Menschen mit Weisheit zu regieren. Freylich müßen dieStaabsofsicierc selbst unter sich in ihren Grnndsazen über ge-wisse Dinge harmonircn; aller Parteygcisi müßte verbannetund die Absicht allein herrschend bleiben, ein Corps gesit-teter, braver und geschikrer Officiere zu bilden. Mehreremüßten sich vorerst von der in der That falschen Meynungloß machen, daß ein familiärer Umgang mit Subalternen,der Subordination schade» Eine unziemliche Familiaritäterlaubt sich der Gesittete ohnehin nicht; denn er weiß zugut, daß in jedem Stand, in jeder Würde, in jedem Ver-hältniß, ja in der innigsten Freundschaft selbst, wenn diesedauerhaft bleiben soll, gegenseitige Hochachtung den gesell-schaftlichen Umgang begleiten müsse. So ist auch die Sub-ordination nie Zuvcrlaßiger, und der Gehorsam nie sicherer,als wenn sich beyde auf Hochachtung und Liebe gründen,