33
lichkeitcn mehr als alle übrigen habe, und daß man sichmit männlichem Muthe ausrüsten müsse, diese mit Gcdultund ohne Murren zu ertragen; daß der Officicr lernenmüsse, sich mit sich selbst nüzlich zu bcschäfftigen, und" sichzugleich vor dem so schädlichen als gewöhnlichen Gedankenzu hüten, als sey das, was man besonders als Subal-ternofficier zu thun habe, nichts als Pedanterie oder nichtsbedeutende Kleinigkeit.
Die Staabsofficicre würden ferner Gelegenheit haben,ihnen von dem nothwendigen Kriegsgehorsam richtige Be-griffe cinzuflosen, und sie zu belehren , daß Freyheit nichtdarinnen besiehe, sich dem gegebenen Gesez entziehen zudürfen, sondern daß gerade da der äusserste Grad von Frey-heit herrsche, wo kein Stand zu Ucbertrettung des Gcsezcsberechtiget ist; daß gerechte Strenge beym Verbrecher,und hohe Güte beym Edeln daS Gesez seyn müsse, welchesdie wahre Subordination leitet.
Mit einem Wort, die Staabsvffi'ciere würden durch ei-neu öftcrn oder täglichen freundschaftlichen Umgang mit ih-ren Subalternen viele Gelegenheit haben , ihnen einzuschär-fen, daß edler Anstand, nicht siuzcrmaßige, doch auch nichtplatte Sitten, immer gleich bleibende Würde in den Hand-lungen, beständige Erinnerung des edlen Standes, Einig-keit, hoher (ftcmcingeist von Ehre, Tapferkeit ohne prah-lenden Wort-Aufwand, Gegenwart des Geistes in Gefahrund genaue Kenntniß der Pflichten und Obliegenheiten , ei-gentlich den wahrhaft rechtschaffenen und brauchbaren Ofsi-cier auszeichne. Uebcrhaupt würden sie den Charakter ih-rer Ofsieiere besser und genauer kennen, und sie nach ihrenGaben, Fähigkeiten und Verdiensten schazen lernen; siewürden schikiiche Augenblike finden, auf eine feine Art Lob