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Jeder lerne sein Handwerk, und wir werden gcschikteLeute in allen Arten haben. Oft ist man nur darum un-wissend , well man allzuviel gelernt hat: denn nichts istgewöhnlicher, als Leute zu sehen, die alles wissen, auSgc-notnmcn daS, was sie schlechterdings wissen müssen; diesich aus ihren Zcilverkürzungen eine Beschäftigung machen,und nur die Zeit bedauern, die sie den Pflichten ihrer Le-bensart zu widmen verbunden sind.
Ich habe, sagte 'Marius (im Sallust) zu den Römern,nicht alles gelernt, waS die Griechen lehren: ich hatte nie-mals Geschmak an einer Wissenschaft, deren Lehrer selbstaus derselben keinen Vortheil für die Tugend gezogen ha-bet:: aber ich habe mich zu Uebungen gebildet, die für dieRepublik weit nüzlicher sind. Die Feinde schlagen; festePlaze erobern oder vertheidigen; nichts als die Infamiefürchten; Kalte und Hize ertragen; auf der Erde schlafe»;Hunger und zugleich Beschwerlichkeiten ausstehen: dieß sinddie Lehren, durch deren Ausübung ich eure Truppen bele-ben werde. Niemals sollen sie mich strenge gegen sich,noch nachsehend gegen mich selbst antreffen und niemals wer-de ist) mir den Ruhm von ihren Arbeiten zueignen,"
Turenne liebte die Geschichte, und wußte sie zu bcnu-zcn. Ihm war nichts unbekannt, was ein großer Mannwissen muß; aber er lernte nichts von dein, was er nichtwissen darf. Der Umgang mit vernünftigen Leuten und dieLektüre gründlicher Bücher beschäftigten allein seine Muße.Und — wie viel Beyspiele aus unserm Zeitalter, von Prin-zen und großen Männern könnte man noch anführen, wennMan nicht fürchten müßte, allzuweitläusig zu werden.
Ein nüzlich beschäftigtes Leben ist der größte Segen.Dadurch werden wir vor vielen Rcizuugcn zum Bösen be-