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den würdig, lind auch jeder Patriot ist schuldig, ihr seineKenntnisse mitzutheilen. Sein erster Wunsch würde seyn,daß man in der Erziehung junger Leute überhaupt, geflis-sentlicher durch lebhafte Schilderungen der größten Männerund der Wunder, die sie verrichtet, zum Gefühl ihrer Würdeund ihrer Stärke wcken, überall reine Begriffe der wahrenEhre geltend machen,'und mit Nachdrnk die Bewegungs-Gründe einer freywilligen und uncigcnnüzigcn Tugend aus-breiten möchte? Versieht man die jungen Herzen durchdie Erzählung seltener und außerordentlicher Thaten zu rüh-ren, so wird man bey den Wohlgcartctcn, das Feuer in denAugen blizen und die brennende Begierde sehen, mit allerAnstrengung auch dergleichen auszuführen. Gut geschriebeneBiographien sind hiczu mit vorzüglichem Netzen zu ge-brauchen, und ein Lehrer der Geschichte kann sich hier un-gcmcin um die Jugend verdient machen.
Man muß die Seele junger Krieger zur Nacheiscrung,zu Nachahmung großer Thaten, zu erheben suchen. Dieß:geschah bey den Römern, Griechen und unsern Vorältern,den alten Deutsche», die von nichts als von den Thaten,ihrer Vater hörten. Der Grieche brachte den größten Theil,seines Lebens auf den öffentlichen Plazcn zu, wo er von,nichts als von Denkmälern der Tugenden und der großer^Thaten derjenigen umringt war, welche für das Vaterland,gestorben waren.
Wer die Vollkommenheit seines Standes redlich wün-schet, und sich dabey nicht scheuet, die Wahrheit zu beken-nen, wird sich nicht blenden lassen; nicht die Pedante-rcy für Ticfsinn, das Getändel für erhaben und die marr-cherley Vernachlaßigungcn für groß halten; er wird viel-,mehr eingesiehen, daß sich bey den meisten Erzichmigs-An-, stalten hin und wieder viel Pedantisches durch die, welche