DeS großen LpruS Söhne wurden nur von der Mutter ^erzogen. Sie waren Kinder eines Helden, aber sie wurdenihm nicht ähnlich. Jene alten Geseze in Landia legten !dem Vater auf. die Söhne strenge zu halten, in harterLebensart, und für den Krieg zu erziehen. Sparta und die iPerser des Xcnophons erzogen die Söhne der Bürger, alsKinder deS StaatS. Sie erfüllten die Pflichten, die unsreVäler theils nicht kennen, theils gezwungen aus den Augensezen. Es wäre immer noch Zeit, einem jungen MenschenWissenschaften beyzubringen; aber die Pracht, die Schwel«gerey ist fast durchgehend» zu sehr eingerissen, eS ist fastkein Mittel, zwischen einer groben Lebensart und der ver-zärtelten. So ging es den Römern auch. Ihre Kriege !.nur waren noch, wie Kolard sagt, dem völligen Verderbenhinderlich. „Das Haar kunstreich kräuseln, eine flüsterndeStimme annehmen, und weibisch reden, mit dem Frauei» ^zimmer in der Weichlichkeit des Körpers um den Vorzugstreiten, und sich unanständiger Puzwerke, einer übertriebe«neu Reinlichkeit befleißigen, ist die Bemühung unserer jun«gen Leute, sagt ein Alter." Redet er von den Römern oder ssvon uns? — ^
Ein Vater mag so arm seyn als er will, so kann er !
doch wenigstens sich bemühen seinen Sohn zur Tugend zu -
bilden, die zarten Keime, die sie trägt, sorgfältig pflegen, 'dem jungen Herzen Grundsaze der Ehre und Rechtschaffen«heit einprägen, und es überhaupt mit Liebe zum Guten,mit Liebe für das Vaterland und für den Fürsten, kurz, mitcdcln Gesinnungen entflammen, und den jungen Menschen !dadurch eben so frühzeitig als geschikt zu seiner Bestimmungleiten. Dieß wird er in jeder Lage thun können, wenn ernur selbst ein vernünftiger und rechtschaffener Mann ist,und recht- lebhaft daö Gewicht seiner Pflichte» fühlt. Ein !