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Geld gerühmt hat, welcher niemals etwas außer demReichthum loben und beneiden gesehen, der von seiner Ju»gend an nichts mehr verachtet gesehen als Fleiß und Ar»dcit, welcher weiß, daß ihm durch Reichthum alle Wegezur Ehre gebahnt worden, und daß dieser so oft den Man,gel aller Talente, Einsichten und Tugenden ersezet r waSkann man, sage ich, von einem mit solchen Begriffen ange-füllten jungen Menschen verlangen, was anders von ihmerwarten, als daß er den mühsamen Pfad der Verdienstemit dem, was Nuzen bringt, verwechseln werde?
Aeltern und Erzieher, die selbst Verdienst und Tugendaufrichtig ehren, werden sie meistentheils auch in den Her-zen ihrer Kinder und Zöglinge aufkeimen sehen.
Niemand laugnet, daß die ersten Eindrüke, die unseteSeele erhält, auf unsern Charakter eben soviel Einfluß ha-ben , als die Milch der Ammen auf unser Temperament,Und doch, wem vertrauet man gewöhnlich unsere Kindheitan? dem Frauenzimmer. Und wem die zum Krieg bestimm-te Jugend? öfters einem Pedanten und meistentheils sol-chen Leuten, die entweder gar keinen oder nur einen unvoll-kommenen Begriff von dem künftigen Stand ihres Elevenund den Erfordernisse» dazu haben. Wie werden jene Leu-te, was für Klugheit und Rcchkschaffenheit sie auch habenmögen, ihren Zöglingen Gesinnungen einflößen können, dieeinem Krieger anständig sind ? was entstehen für Folgen auöeiner solchen Einrichtung? diese: daß man so viele jungeLeute sieht, die alles wissen, alles verstehen, nur daönicht, das sie wissen und verstehen sollen; daß viele denentscheidenden Ton und die wunderlichen Launen und Ge-wohnheiten ihrer ersten Lehrer behalten.