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tcr, noch eine zärtliche Mutter zu befürchten haben sollten,einen Sohn beweinen und seinen muthwilligcn Mörder ver-fluchen zu müssen; in solchen Pflauzschulcn, die nur in derAbsicht besucht werden, um nebst andern Kenntnissen, auchrcinc Begriffe von den menschlichen Pflichten, von Ehre,Ruhm und Tugend zu sammeln; wenn ich bedenke, daßda, wie ehedem noch mehr Mode war, ein geschlossenerKreis, der Wuth oder der zitternden Herzhaftigkcit zweierNarren, mit schändlicher Schadenfreude zusieht, wie sie dieEhre verunehrcn und den vermeinten Schimpf, die eingebil-dete Beleidigung, mit Schande auszulöschen, den unsinni-gen Vorsatz haben, und oft mit recht kindischem Muthwil-len, sich unglüklich machen und ihre Eltern durch Herzeleidbeugen; — wenn ich mir alle diese traurigen Vornrthcilcund Widersprüche lebhaft vor Augen stelle, so kann ich dieverkehrte Denknngsart so vieler jungen Leute nicht genug be-dauern, unh einen jeden, insonderheit dich, mein Sohn,nicht genug vor diesen nnglükscligcn Vorurtbeilen warnen.Jeder gute Mensch, der nur einigen Einfluß auf die Sit-ten junger Leute haben kann, wird sich angelegen seyn lassen,entweder durch Gründe und Vorstellungen jene Vornrthcilezu schwächen, oder, wenn er eine obrigkeitliche Person ist,durch den Ernst der Geseze dergleichen sträfliche Thorheitenimmer mehr zu verhindern und auszurotten. Jeder Vater,überhaupt ei» jeder, dem die Erziehung junger Leute anver-traut worden, welche mit der Zeit der Gefahr auSgcsez. sind,sich von den verabscheuungswürdigen Vorschriften einer fal-schen Ehre und der Mode dahin reisten zu lasse», sollten ernstlichund ganz besonders bedacht seyn, dieselben die Stimme dcSHerzens, das Gebot der Natur, die sanften Empfindungender Eintracht und der göttlichen Freundschaft höher achtenzu lehren , als jene verkehrten Geseze,, welche falscher Wohl-stand, verderbte Begriffe von Ehre und Schande, mit ei-