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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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leidigen, und einem Tapfern in die Hände zu gerathen,welche tausend junge Herren, artig, höflich und ehrbarmacht, die sonst unerträgliche und muthwillige Jünglingeseyn würden. Wenn der Mann von Ehre keine Genug,thuung für einen empfangenen Schimpf fordern konnte, sowürde in der Gesellschaft wirklich mehr Unglük geschehen,als jezt in der That geschiehet. Die Gesezc konnten un-möglich alle Falle bemerken, wodurch der ehrliche Bürgerdes gemeinen Wesens von närrischen Stuzern, albernenJünglingen, tollen Prahlern und thörichten Greifen, ange-griffen würde. Wollten sie auch alle Falle bemerken, somüßte jede Stadt mehr Bürgermeister, mehr NathSher-ren, Advocaren und Hascher haben. Und alle diese Unko-sten und Beschwerlichkeiten wehret der Mann von Ehreab. — So wird ungefähr derjenige sprechen, der ein Mannvon Ehre heißt. Wenigstens werden die mehresten von sei-ner DcnknngSart, das Duell als ein nothwendiges Uebelansehen und behaupten, daß ein Soldat, dem seine Ehrelieb ist, ein Gut, daS er höher als sein Leben schazcu soll,daö Duell zwar oft und vielfältig verhüten, niemals abergänzlich vermeiden könne. Man wende dagegen ein, wasman wolle, werden sie sagen, es ist alles bey jeziger Ein-richtung nicht möglich. Es ist wahr, das Leben gehörtnicht uns, sondern dem Staate. Es ist auch nicht allemalein Beweis der Tapferkeit, sich mit einem andern zu schla-gen; eS ist sogar lächerlich, um eine Beleidigung zu ahn-den, sich einer neuen auSzusezcn. Es ist in göttlichen undweltlichen Gesezen verboten, und alle Fürsten haben die !e-bensstrafc darauf gcsczt. Alles dieses ist sehr wahr undrichtig; allein der Officier (wer weiß es nicht) der eineBeschimpfung auf sich sizeu läßt, muß seinen Abschied neh-men, weil seine Kameraden nicht mehr mit ihm dienen,vder seine Untergebenen sich nicht mehr von ihm befehlen las-