und frey von dem Verlangen nach andern Belohnungen,als die daS stille Bewußtseyn der erfüllten Pflicht gibt.Von äußern Eindrükcn unabhängig, und mächtig gebietend
l über jede niedrige Bewegung, strebt die uncigcnnüzige See,le nach der Tugend, nur darum, weil sie Tugend ist:k eben so unempfindlich gegen den Verlust als gegen den Ge-, mim; eben so entschlossen zur Aufopferung der Güter, die^ sie hat, als zur Verachtung derer, die sie erlangen kann;l eben so bereit einem Throne, als dem Leben, um der
, Ohne das Verdienst der Uncigennüzigkeit, verdunkelti sich, selbst bey allem Lobspruch der Welt, der Glanz der; Heldenthaten; ihr Werth fällt, und unsre Achtung gegen; sie, so bald daS angeblendete Auge sie betrachtet. Unci-.r Mnüzigkcir ist der Grundstoff aller erhabenen Gestimmt»s gen, und gibt den Tugenden die höchste Würde, eine Wür-f de, die so empfindbar ist, daß jeder Mensch von einigeml guten Gefühl, auch wenn er sie nicht erreicht, sie doch sei-k ncn Handlungen zuzueignen strebt. Bekannt ist die Untcr-redung deS Fabricius und pyrrhus beym DionysiuSj von Halicarnaß; aber, wen rührr sie nicht, so oft er siewieder liesst? Wer die Hoheit der Gesinnung des Fabri-ciuö, von solchen Grundsazen unterstüzt, nicht empfindet,wer nicht durch Hülse seines eigenen Herzens das weiß,was Hyrrhuö nach der Antwort jenes großen Mannes,
^ für ihn gefühlt haben müsse; der verlange nicht, daß wires ihm erklären. —
Wohlwollen mit Enthusiasmus ist eine erhabene Ge-
i nüzigkeit in sich faßte. Ist dieses Wohlwollen allgemein,- so hat es zugleich eine Mischung von Größe; seine Erha-
H sinnung: sie
würde es nicht seyn, wenn sie nicht Uneigcn-
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