-ersten Elasten seine Züge hervorbrechen nisten wird; Leutevon gemeiner Herkunft und Erziehung werden mit der Zeitihre Rohheit ablegen und nach den Mustern, die ihnenvorschweben, sich zu heroischen Gefühlen erheben; Officic-re, Soldaten werde» nicht blos in Tapferkeit, einer sehroft mechanischen Tugend, sondern auch in edelmüthigcn Ge-sinnungen) ihren Generalen nacheifern; alles wird gleich-sam Eine Bildung und Eine Farbe annehmen, alles würdzu Einem Geschlechte zu geboren scheinen. „Wo willst duhin?" ruft der Herzog von Lurenburg in der Schlacht beyverwinden einem Soldaten zu, den er aus seinemGliede treten siebt. „Ich will vier Schritte von hier ster-ben," antwortete dieser, indem er seinen Rok auseinanderschlagt, und eine todtliche Wunde zeigt, aber ich danke demHimmel, daß ich das Leben für meinen Konig verliere,und unter einem so würdigen Genera! gefochten habe. Ichkann Ihnen jczt, da ich der« Tode nahe bin, die Versi-cherung geben, daß unter meinen Kameraden kein einzigerist, der nicht eben so gesinnt wäre."
Bey dem Leichenbegängnisse des General-FeldmarschallsNeritz, Grafen von Sachsen, in der Hauptstadt des El-sasses, kommen zwey Grenadiere, die unter ihm gedient hat-ten, in den Tempel, wo seine Asche eingesenkt war. Sienähern sich stillschweigend, mit traurigem Gesichte, undmit Thränen in den Augen. An dem Fuße deS Grabesbleiben sie stehen, sehen es an, benczcn es mit ihren Zäh-ren. Hierauf zieht der eine seinen Degen, sezt ihn auf denMannor des Grabmals, gleichsam, als ob die Asche deSHelden die Kraft hatte, Tapferkeit mitzutheilen. SeinenKameraden ergreift eben diese Empfindung, daß er seinemBeyspiel folgt. Sodann gehen sie beyde, mit den Augenauf den Boden geheftet, weinend hinweg, ohne ein einji-