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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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rä-dern Feinde in Ordnung stellen, aber hundert Herzhafte wer-de ich im Augcnblik in ihre Glieder bringen. Ein Soldattaugt nur, wenn er herzhaft, gehorsam und geübt ist, dieDerzhaftigkcit eines Soldaten, darf aber nicht eine so er-habne Tugend scnn, als die, welche von dem General er-fordert wird. Der Officicr muß siel?niemals zu weit vondem Muthe dahinrcissen lassen, denn er hat die Ordnungzu erhalten, und Befehle zu geben. Die Gefahr nicht scheuen,ihren Aublik ertragen lernen, alles waS sie fürchterliches hat,einsehen, ihr Troz bieten, ist die Tugend des Helden; abernicht jeder ist derselben fähig.

Mancher Anführer hat be« der Hcrzhaftigkeit seiner Leu-te ein Hülfsmittel gegen die Gefahr gefunden. Jede Armeehat tapfere Leute, und je mehr eine hat, desto vollkomme-ner ist sie. Unerfahrnc Leute, die sich nie im Gcwühle desTreffens befunden baden, tonnen sich weder von der Größedes Muths, auch bey solchen Leuten, die sie täglich ver-ächtlich ansehen, einen Begriff machen, noch über-die Sel-tenheit und Menge der Tapfern urtheilen. Sie kennen we-der die Gefahr, noch den Eindruk, den ihr Anblik auchaus sie selbst machen kann.

Die Hcrzhaftigkeit Ist eine Tugend, in der man wach-sen kann. Sie ist in Rüksicht auf den Soldaten, ohne siezu einer Hcldcntugcnd zu machen, das Verlangen zu fech-ten, die Begierde dem Feinde durch eigene Kräfte zu scha-den, die Verachtung der Gefahr, die Unternehmung derKricgsbeschwerlichkeit in der Hoffnung, selbige zu überstehen.

Schrates, heißt es in den Denkwürdigkeiten, welcheXenophon von ihm aufgezeichnet hat, ward gefragt, obdie Herzhaftigkcit eine Gabe der Natur oder eine Fruchtder Bemühungen wäre? Ich halte dafür, sagte er, daß

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