Der Brave will geführt werden; der. Tapfere kann be,fehlen und gehorchen; der Herzhafte weiß nur zu fechten ;der Brave ist stolz auf seine Wunde, der Tapfere sammeltseine Kräfte noch bey denselben, um dem Vaterland« zudienen, der Herzhafte denket nicht sowohl an sein Leben, das
> . er verlieren soll, als an den Ruhm, den er einbüßet. Der
> Brave erfüllet den Kampfplaz, wann er sieget, mir Sie-! geSgcschrey, der Tapfere vergißt seinen erhaltncn Vortheil,
und denket darauf, wann er ihm nuzcn werde. Die gekrönte^ Streitbarkeit seufzet nach neuen Gefechten.
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^ ' Der Muthige wird durch einen Unfall niedergeschlagen,
> der Tapfere überwindet und wird überwunden, ohne untcr-
; zuliegcn. Ein Unfall betrübt den Streitbaren, ohne seinen
r Muth zu mindern,
l Die Tapferkeit nimmt Nahrung vom Beyspiele. Man«: chcr Soldat ist tapfer geworden, da er die Grenadier»Mäze
r erhielt, aber herzhaft, streitbar wird man nicht durchs Bey«
^ spiel; Zeugen vermehren die Tapferkeit, der Muth brauchtp nicht Beyspiele oder Zeugen. Die Liebe zum Vatcrlande^ wirket bey gesundem Körper den Muth. Ucberlegung, Kennt«niß, Weisheit, unbeständiges Glük, noch mehr aber, einreines Gewissen, machen tapfer. Die edle Eitelkeit,1 der Durst nach Ruhm, machen streitbar^
! Die dreyhundert Spartaner bey Thermopyla, auch der,1 der übrig blieb, waren muthig. Sakrales, der den Schier-' ling trinkt, Regulus, der nach Carthago zurük geht; Ti-? tus, der sich mit Thränen aus den Armen LcrcniccnS
, reißt, oder der dem Scrtus vergibt, tvaren tapfer. Per;-
! seus, der die Andromcdc bcfrcvct; Aciiilles, der Trsjal stürmt, und gewiß weiß, daß er da bleiben muß; diese brin«