,„id Tapferkeit, angefeuert werden, und sich durch edleThaten einen Anspruch auf Unsterblichkeit zu erwerben trach-ten.
Muth, Hcrzhaftigk/it, Tapferkeit, sind fastgleichbedeutende Werter, außer, daß das lezrcrc auch dieUncrfchrokcnheir im Fechten, im Widerstände:c. und alsoden innerlichen und äußerlichen Muth in sich begreift. Nachdieser Voransfezung lastet uns sehen, waS denn der Muthsey, und worinn er sich zeige? Muth ist die Eigenschaft,durch welche sich der Geist beherzt, über die Anfalle undGefahren des menschlichen Lebens erhebt.; oder: Muth ists ein — aus dem Gefühl der Kräfte entsiandner feuriger Ent-
s schluß, tugendhafte und imzlichc, aber schwere und gefahr-
^ volle Thaten zu vollbringen. Muth sezt also Schwier!gkci-
^ tcn und Gefahren voraus, welche zu übernehmen, auszu»
- halten oder zu überwinden sind. Dieß kaun aber nicht ohne
» vorzügliche Kräfte des Körpers und deS Geistes, das ist,
; nicht ohne Stärke und Gesundheit, nicht ohne Weisheit und
l Klugheit geschehen; nur dadurch ist man im Stande, alle
^ Schwierigkeiten und Gefahren zu überwinden, und anszu-
^, halten. Denn der Muth entsteht aus der Hoffnung eitles
j guten Erfolgs. Schwierigkeiten finden sich bey jeder gros«
s scn, auch nur guten Handlung. — Und wer wird die Schwie-
t rigkcitcn alle nennen können, die sich bey Ausführung einer
l guten.That zeigen? Je größer nun diese sind, desto mehr
? strengt der Muth seine Kräfte an, sie zu überwinden. Und
^ derjenige zeigt wohl den größten Muth, der bey den größ-
i tcn und häusigstcn Schwierigkeiten, seine Leibes - und See-
^ lenkräftc so verdoppelt, daß er nicht eher ruht, als bis er
- seinen guten Endzwck erreicht hat. Alle edle und große
j Seelen machen es so, wie LMnnvnS, der nicht eher nach-
ließ, als bis alle Schwierigkeiten überwunden waren. Sie