die Turniere, und daher entsprangen die ritterlichen Käm-pfe in den Schranken,
Man muß aber die Ritter oder Wiites, (Soldaten)von denen mir eigentlich handeln, nicht mit den Ritteror-den verwechseln. Denn diese lcztcrn machten eine ansehn-liche Gesellschaft aus; dahingegen jene nur einzelne Perso-nen waren. Ja man muß auch zwcyerlcy Gattungen derRitter unterscheiden; denn einige waren es ex henekiciound gleichsam zum Lohn, daher sie auch ihren Herren die-nen mußten; andre aber, wie man es nannte, ex cre»-ticme purs.
Wenn die ehmaligen Eroberer eine Provinz ihren Ge-sczcn unterwürfig gemacht hatten, so entblößten sie dieselbegemeiniglich von Menschen, wenn sie die Armeen nicht vor-her schon verwüstet hatten. Sie verjagten die alten Ein-wohner, und theilten ihr Land unter ihre Officicre und Sol-daten aus, unter der Bedingung, daß sie fernerhin inKriegsdiensten bleiben sollten. Dieser Gebrauch war so alt,als die römische Republik.
Solche Schenkungen hießen anfänglich beneücia inili-taris, weil man sie der Freygebigkeit der obersten Befehls-haber zu danken hatte. Zuweilen wurden sie ihnen nur soüberlassen, daß sie dieselben so lange sie lebten, zu genießenhaben sollten; oft aber kamen sie auch von den Acltcrn aufdie Kinder. Da es nun etwas sehr schweres war, diejeni-gen auszusieben, die in einem sehr langen Bcsiz solcherLander gewesen waren; überdies' auch der Stamm Karlsdes Großen in einen starken Verfall gerietst, so mißbrauch-ten einige französische Herren, die dergleichen deneücia nurauf Lebenszeit erhalten hatten, die Einfalt ihrer Könige soweit, daß sie sich dieselben gänzlich zueigneten und auf ihre