den. Heinrich IV., dcr sich in die schöne LntraZnes ver-liebt harre, und auf den ksivOmpierre eifersüchtig war, ließeinige Worte vor dem Herzog von 6uils fallen, der sogleichversprach, den König zu rächen. Ich bin, sagte er, derirrende Ritter, und ich will mir Dero Rival Nachmittagan dem Orte, den Ew. Majestät bestimmen werden, dreyLanzen brechen. Dcr König nahm dieses Anerbieten an,man erwählte einen Hof im Uonvrs, dessen Pflaster au-gcnbliillch aufgebrochen, und abgerissen ward. Die Vor-führer, erwählten zwey Sekundanten, und wie auf allenFall Waffen bey der Hand waren, so erschien Uallowplerrsmit versilberten Waffen, mit einem Bande von Imarnatund weisser Farbe. Dcr Herzog von tänils aber, führteGold und Schwarz, wegen der Marguise von Verneuil, dieseine Maltresse war. Der ganze Hofstaat, selbst den Kö-nig und die Königin nicht ausgenommen, waren am Fen-ster, und sahen dem Kampf zu. Dcr Herzog von 6uitstraf mit seiner Lanze zuerst das Öffnet seines Gegners,und hernach den Unterleib, so das; die Lanze in den Kno-chen sielen blieb, und jedermann glaubte, das; er todt sey.Man brachte ihn zu dem Herzog von Vencloms, woselbstein Edelmann die Lanze herauszog, daß die Eingeweideheraustraten; sie wurden aber wieder zurükgetrieben, undUailommerre wurde von dieser tödtlichcn Verwundung gc-heilet. Dem Hof war dieser Anblik abscheulich, und dcr Königverbot, daß dergleichen künftig wieder geschehen sollte.
Druckschrift
Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
Seite
53
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten