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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
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tigkcit widerfahren lassen, daß sie ihr altes verwildertesTemperament abgelegt, und nachdem sie in Italien bessereSitten gesehen und angenommen, einen so grausamen Ge-brauch unter sich abgcschaft haben. Daß aber daS Ducllircnunter den Ungarn und Deutschen so gemein gewesen, dassman kein Bedenken getragen, gegen die nächsten Anver-wandten , zur Beylegung geringer Streitigkeiten mit gcwaff-ucter Faust loszugehen, beweiset ein Brief, der ihrem Kd-«ig Theodorich Ehre macht. ,.Wir glaube» (so schriebdieser Konig der Gothcn, an die andern in Ungarn befind-lichen Barbaren,) daß ihr eure Tapferkeit mehr gegen eureFeinde als gegen euch selbst werdet zu beweisen haben.Eine geringe Streitigkeit muß euch nie zu solchen Ausschwei-fungen kommen lassen. Verlaßt euch anfdie Gerechtigkeit, dieder Welt Freude und Ruhe ist. Warum wollt ihr euch inDuelle einlassen, da die Ehrenämter in meinem Lande nicht umGeld verkauft werden, und die Richter sich nicht bestechenlassen? Leget die Waffen nieder, da ihr keinen wirklichenFeind vor euch habt. Es ist eine Schande, wenn ihr Handund Schwert gegen eure Freunde aufhebt, für welche ihrmit mehrerer Ehre sterben konntet. Warum rüstet ihr eureHand, da ihr eine Zunge zur Vertheidigung eurer Sachebesizct. Machet es wie die Gothcn, die gegen die Fremdentapfer fechten, unter sich selbst aber Bescheidenheit und Mas-sigung beweisen. Wir wollen, daß ihr w ie unsre Vorfahrenleben sollet, die bey einem solchen Verhalten in Ruhe undEhren gelebt haben.

Die Cimbrer hingegen hatten ein Gesez, welches hieß;die Streitigkeiten sollten nicht durch einen gütlichen Vergleich,noch durch einen Eid ausgemacht werden, es wäre viel na-türlicher die Jänkcrcy entweder durch Gewalt oder durch dieGeschiklichkeic des Leibes, als durch Worte zu endigen,