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Ueber das alte Ritterwesen, das falsche Point d'honneur, die wahre Herzhaftigkeit in Rüksicht [Rücksicht] auf die Duelle und die Nothwendigkeit einer guten Erziehung : Mit einigen kriegswiss. Bemerkungen ...
Entstehung
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lmig der nordischen Religionslehren) welche IN jenem Pai-last aufgenommen werden, haben alle Tage das Vergnü-gen sich zu bewaffnen , Musterung zu halten, sich inSchlachtordnung zu stellen, und sich einander in Stückenzu zerhauen; sobald aber die Zeit zum Essen kommt, reitensie alle wieder frisch und gesund nach dem Saale des Odinzurück, und sangen an zu essen und zu trinken. Ob ihrergleich eine unendliche Anzahl ist, so reicht doch das Fleischvon einem wilden Eber für sie alle hin; alle Tage tragtman dassclbigc Schwein auf, und alle Tage wächst eSvöllig wieder. So sehr die ersten Anführer der nordischenVölker bedacht waren, Krieger ohne ihres gleichen zu zie-hen: so sehr wurden in den spatesten Zeiten diese Vorur-theiie zum Verderb der Menschheit und Geselligkeit, gemiß-braucht. Der Mensch verwandelt durch seine Ausschwei-fungen die Tugend sehr bald in das Lasier. Die Vernunftzeigt sich am allerschadlichsten, wenn sie ein Vorurrheil mitder Muttermilch Angesogen hat, dessen Schädlichkeit sienicht gleich beurtheilen, und folglich nicht verbessern kann.

Jene ersten Begriffe des EdclmuthS vcrlohren sich abergar bald unter den Nachkommen der Eroberer des Nordens,und vereinigten sich vermuthlich mit der Wildbeit der Ein-gcborncn. In den Handen der Nachkommen Odins, giengdie Wahrheit dcS Edclnmths verloren, und falsche Begriffevon Ehre erhielten den Ehrgeiz allein, dse Völker zu besie-gen, und dieser Ehrgeiz nahm den Zepter über die ganzeGegend in die Hand. Allein auS diesem Vorurthcil, wel-ches die ersten Eroberer der Nordlander ohne Zweifel sehrwohl überdacht hatten, entstanden die Wanderungen der Vol-ker, und Nom verlor dieser unglüklichen Meinung wegen,die Herrschaft der Welt. Die nordischen sssslnzen suchten,ohne den Nnzcn ihrer kleinen Herrschaften zu überdenken,