Man dnnß dasjenige In den mittlern Zritm anfnichen,was man cieentlich die Dnellsucht nennt, da die Zweykan»pse durch Gescze und Beyspiele der Könige, zu allgemeinenGewohnheiten gemacht 'worden. ES warum Zeiten, wodas Ritterwescn besonders Mode war. In Deutschlandwußten die Lcbenherrn guten Gebrauch von ihren ritterli-chen Vasallen zu machen. In Spanien und Portugallbrauchten die Könige oder Feldherren sie gegen die Mau-ren, Muselmänner u. s. w. und nur gar zu gut nüztcn diePabste zu den Zeiten der Krcuzzüge die schwärmerische Rit-terschaft.
Zu jenen Zeiten, vtm zehnten bis inS drcyzehche Jahr-hundert, war daS Duell eine geheiligte Sache. Man ent-schied große StaatSgeschäftc und wichtige Prozesse durchein förmliches Duell. Kaiser, Könige, Parlamente, Be-schösse und Gerichtshöfe, verordneten zur Entscheidung man-ches Streites, das Duell. Dst getraute man sich nicht,eine wichtige Sache zu entscheiden, oder man verstand cSnicht, oder, um alle Wcitlauftigleit zu vermeiden, wollteman das Kürzeste ergreifen.
Ouellum ist dasselbe Wort, aus welchem in der Folgtdas Wort stc-IIum, Krieg, Streit entstand. Erst bedeutetees der Abstammung nach einen Streit zwischen zweyenPersonen, oder Parteyen. Da hernach das Wort ltellumKrieg überhaupt zu bezeichnen ansieng, so wurde One!Kim.blos; von einem Streit zwischen zwey einzelnen Personengebraucht,; und §S bedeutet Heu! zu Tage einen Streit,Kampf, welcher allein unter und von zwey Personen, umLeib und Leben, und unnöthigcr Weise, wegen einer soge-nannten Beleidigung an der Ehre, gehalten wird.
Wir müssen uns aber zwischen Zwcykampfen undDuellen nach unsern jezigcn Gewohnheiten, einen bc-