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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 9. Januar.

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Fasten und Abtödtung. Wegenseiner allgemein geschätzten Tu-gend und Weisheit wurde erzum bischöflichen Amte berufen.

Als Bischof lebte er so heilig,daß er durch seinen Wandel vieleund selbst ganz verhärtete Herzenfür den Herrn gewann. Nicht blosbei Tag, sondern auch des Nachtslag er dem Gebete und der Betrach-tung ob und benützte jede Zeit undGelegenheit, Gottes Wort zu ver-künden. Unter seinen vielen Tu-genden leuchtete besonders die Tu-gend der Jungfräulichkeit hervor,die er bis an sein seliges Enderein und unbefleckt bewahrte.

Erhard, der, wie sein göttli-cher Herr und Meister, AllenAlles sein wollte, verließ seinVaterland, begab sich nach Ne-gensburg und gründete in Deutsch-land 14 klösterliche Institute.

Durch die vielen Wunder, die erwirkte, durch seine gottseligenErmahnungen, besonders aberdurch die Heiligkeit seines Wandels führte er Viele, dievom rechten Wege abgekommen waren, wieder zur katholi-schen Kirche zurück. Auf göttliche Eingebung hin reiste ervon Regensburg zu Herzog Erich (Adalrich) in Elsaß, dessenTochter von Geburt an blind war. Als sie vom heiligenBischof Erhard den christlichen Unterricht und dann dieheilige Taufe empfangen hatte, erhielt sie mit der Gnadedes Sakramentes auch das Augenlicht. Erhard kehrtewieder nach Regensburg zurück, wo er für das Heil derKirche und der Religion noch vielerlei Mühen und Be-schwerden zu ertragen hatte. Bis an sein Ende aberblieb er ein treuer Diener des Herrn. Sein heiligerLeib ruht in der Kirche zu Niedermünster in Regens-burg. Von Papst Leo IX. wurde er im Jahre 1052den Heiligen beigezählt.

Gebet. Herr, himmlischer Vater! nimm hin denDank unserer Herzen für die große Gnade, mit der du»ns zum heiligen katholischen Glauben berufen hast,und verleihe uns auf die Fürbitte des heiligen BischofsErhard, daß wir unfern heiligen Glauben innig liebenund ihn jederzeit mit Muth und Freudigkeit des Herzensbekennen und vertheidigen. Durch Christum unfernHerrn. Amen.

Neuntes Lesestück.

Am Feierabende des 9. Januar.

Von der Nothwendigkeit des Glaubens und von dem allein wahrenGlauben.

Fr. Ist der Glaube nothwendig zur Seligkeit?

Antw. Ja; dennohne Glauben ist es unmöglich,Gott zu gefallen." (Hebr. 11, 6.)

Belehrung. Die Nothwendigkeit des Glaubens läßtsich nicht läugnen; ohne den Glauben läßt sich keine Seligkeitim Jenseits hoffen; dennwer nicht glaubt, der ist schon ge-richtet" (Joh. 3, 18.);wer nicht glaubt, der wird verdammtwerden." (Mark 16, 16.) Ohne Glauben finden wir denWeg zum Himmel nicht; er muß uns voranleuchten als lei-tender Engel, (steh das obige Bild), damit wir uns in denFinsternissen des Un- und Irrglaubens nicht verirren undnicht gerathen in den Strom des Verderbens. Ohne, Glau-ben ist aber auch nicht einmal auf Erden eine Seligkeit denk-bar, ja, ohne Glauben würde die Erde zu einer Räuber-höhle ohne Trost und Sicherheit; denn ein glaubensloserMensch ist zu allen Lastern und Verbrechen fähig. Mit Rechtsagt daher der heilige Clemens von Alexandrien:DerGlaube ist dem Christen so nothwendig, wie Dem, der lebt,das Athemholen." Und der heilige Augustin schreibt:Wieohne Wurzel der Baum nicht wachsen, wie ohne Fundamentkein Gebäude sich erheben, wie ohne Quelle der Bach nicht