Am Feierabende des 12. Dezember.
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So reizte auch Putipharö Aeib den ägyptischen Josephzur Unkeuschheit (sieh bas vorausgehende Bild!) und nachmißlungenem Versuche ihren Mann durch falsche Anklagenzum ungerechtesten Zorn gegen den treuen Diener. (1. Mos. 39.)Und auch heut zu Tage wird diese Sünde noch oft begangen,theils durch Worte, theils durch böse Werke und durchböses Beispiel. 1) Durch böse Worte machen sichderselben schuldig: junge Leute, die das Alter verspotten undplagen, und so Manchen zum Zorne und zum Schelten reizen;Spaßmacher, die Andere necken und zum Beßten habenund dadurch Zank und Streit veranlassen; Hitzköpfe, dieAndere zum Raufen und Schlagen aufhetzen; Verführer,die durch gleisnerische und schmeichelnde Worte, Versprech-ungen, u. s. w. unschuldige weibliche Personen zur Un-keuschheit verleiten. 2) Durch böse Werke und Bei-spiele machen sich dieser Sünde schuldig: Kinder undDienstboten, die durch Fahrlässigkeit, Ungehorsam undWidersetzlichkeit Anlaß zu Zank und Zorn geben; Elternund Vorgesetzte, die durch ihren Wandel Aergerniß geben;Schriftsteller, die schlechte Bücher schreiben; Künstler, dieschlechte Bilder und Statuen verfertigen, und Alle, die solcheBilder und Bücher verkaufen, verschenken, in den Zimmernaufhängen, auslcihen u. s. w., kurz alle Jene, die Aerger-niß geben. Ihnen gilt aber auch das furchtbare Weh,welches der göttliche Heiland über alle Aergernißgeber aus-gesprochen hat. (Matth. 18, 6.)
Legende: Der heilige Papst Damasus(f 384).
Heute feiert die Kirche das Fest des heiligen PapstesDamasus, der Allen ein Muster und Vorbild derTugend war, sich aber nie auch nur im Entferntesteneiner fremden Sünde schuldig machte. Dieser Heilige,von spanischen Eltern abstammend, aber wahrscheinlichin Rom mn das Jahr 306 geboren, widmete sich vonJugend 'aus dem geistlichen Stande, und wurde i. I. 355Erzdiakon der römischen Kirche. Er bewährte sich alstreuen Anhänger des verwiesenen Papstes Liberins,und nahm nach dessen Rückkehr großen Theil an derVerwaltung der Kirche. Nach dessen Tode wurde Da-masus von dem größten Theile des römischen Clerusund Volkes ans den päpstlichen Stuhl erhoben (366),hatte aber von der Partei eines Gegenpapstes Ursinnsi unendlich Vieles zu leiven: Waffengewalt und arge Ver-s länmdung wurden angewendet. Im Gefühle seiner Un-
! schuld rief er die Bischöfe nach Rom, und diese erkannten
i einstimmig seine Reinheit und Rechtmäßigkeit an. Da«
! masus übte in edelster Weise Verzeihung an seinenFeinden. Das halbe Morgenland war dazumal der! Ketzerei ergeben, und nach dem Ausdrucke des heiligen
; Mehler, Hausbuch.
Hieronymus seufzte der Erdkreis, daß er arianischgeworden sei. Unter seiner Regierung wurde die all-gemeine Kirchenversammlung zu Constantinopel gehalten(381); die versammelten Bischöfe nannten den heiligenDamasus den unbezwinglichenDiamant des Glaubens.Auch um die Verschönerung Noms, seiner Kirchen undGräber machte sich Damasus verdient. An diesemausgezeichneten Papste rühmen die Alten vorzüglich dieFestigkeit in der Vertheivigung des Glaubens, die Umbeflecktheit seiner Sitten, seine Demuth, seine Liebegegen die Armen, seine Freigebigkeit gegen die Künstler,seine Gelehrsamkeit. Einem Märtyrer gleich kämpfte erwährend der achtzehn Jahre seiner mühevollen Regierungund starb am 10. Dezember 384.
Gebet. O Herr, der du den heiligen PapstDamasus uns Allen als ein Muster und Vorbild derTugend gegeben hast, stärke uns, auf daß auch wirunfern Nebenmenschen stets zur Erbauung dienen, ihnenaber nie durch sündhaften Rath oder Befehl oder sonstwie Anlaß zur Sünde werden, durch Christum, unfernHerrn. Amen. _
Dreihundertsechsundvierzigstes Lesestütk.
Am Feierabende des 12. Dezember.
Von den neun fremden Sünden, und zwar von jenen drei,welche die wirkliche Sünde begleiten.
Fr. Wie heißen die drei fremden Sünden, welchedie wirkliche Sünde begleiten oder mit ihr gleich-zeitig sind?
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