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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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548
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Drittes Hauptstück. Von der Einweihung der Friedhöfe und vom Weihwasser.

spricht der Herr: Ich habe dich Wasser gesund gemacht, undes wird fürder kein Tod darin sein, noch Unfruchtbarkeit.Also ward das Wasser gesund bis auf diesen Tag." (4. Kön.2, Id 22).

Fr. Welche Segnungen bringt das Weihwasserbei einem gläubigfro Minen Gebrauche hervor?

Ailtw. Es tilgt die läßlichen Sünden, ist beiKrankheiten sehr nützlich und dient besonders zur Ver-treibung der bösen Geister u. s. w.

Belehrung. Die besonder» Segnungen und Wir-kungen des Weihwassers, wie sie im Weihgebete selbst an-gegeben sind, sind bei einem gläubig frommen Gebrauchevorzüglich folgende: 1) Tilgung läßlicher Sünden.Dieses drückt schon ein Dccretalbnch des heiligen PapstesAlexander I. in den Worten aus:Mit Salz vermischtesWasser wird für die Gläubigen gesegnet, auf daß sie damitbesprengt, gereinigt werden; denn wenn das Blut der Böckeund Stiere und die Bestreuung mit Asche Reinigung gewährte(Hebr. 9, 13): um wieoielmehr reinigt das Salz, mit Wassergemengt, wenn es, durch das göttliche Wort geheiligt, aus-

gesprcngt wird?"Daher wird das Volkvor dem Gottesdienstemit Weihwasser be-sprengt, uni dadurchanzudeuteu, daß esrein und heilig vorGottes Angesicht er-scheinen und zu ihmbeten soll. Darumbesprengt man auchsich selbst, sowie dieGräber der Verstor-benen mit Weihwas-ser u. s. f. 2) Dientdas Weihwasser zurVertreibung derbösen Geister,der Krankheitenrc. Diese Wirkungist in der Weihe amBestimmtesten auS-gedrückt. Freilich wird

_ hiezu erfordert, daß

wir uns dieser besondern Wirkungen durch fromme Gesinnungwürdig machen; denn bei den Sakramentalien hängt dieWirksamkeit vorzüglich von der frommen GesinnungDessen ab, der sie gebraucht.

Beispiele und Anwendung. Die Kirchengeschichteist voll von Beispielen wunderbarer Hilfe, die das Weih-wasser gegen die bösen Geister, gegen Krankheiten, Unge-witter und andere Unfälle jeder Art gebracht. Der heiligeGregor der Große z. B. vertrieb damit die Dämonenaus seinem Kloster. Der heilige Eligius befreite da-durch mehr als 50 Besessene. Der heilige Quintianusheilte dadurch einen Fieberkranken; der heilige CHry so-ft omus eine mit der Ruhr Behaftete; der heilige For-tunat einen Knaben, der ein Bein gebrochen; der heiligeMalachias eine Frau, die am Krebse litt; der heiligeBernhard viele Kränkerer verschiedensten Art. Die hei-ligen Germanus und Lupus stillten damit ein furcht-bares Gewitter. Der heilige Aphrantes vertrieb damiteine ungeheure Menge Heuschrecken, die Alles verwüstetenu. s. w. Besonders aber dient das Weihwasser auchzum Tröste der armen Seelen. Wie der reichePrasser dem armen Lazarus zurief, so rufen die armenSeelen auch zu uns herauf:O mein Christ! erbarme dichunser, und tauche das Aeußerste deines Fingers in das